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 Religiöse Erziehung

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AutorNachricht
Deyanara
> Chaoswildfang <
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BeitragThema: Religiöse Erziehung   Mi Sep 16, 2009 8:31 pm

Hallöchen

Religionen sind heut ja schon ein heikles Thema und beeinflussen die Menschen sehr intensiv...
Viele Eltern erziehen ihre Kinder nach ihrem Glauben- oft gibt es leider Diskusionen.

Was haltet ihr von Religiöser Erziehung?
Wurdet ihr religiös erzogen?




Grüße, Deyanara
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MaxineStuart
Chef-Nervensäge
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BeitragThema: Re: Religiöse Erziehung   Mi Sep 16, 2009 8:58 pm

Mhm. An sich finde ich eine religiöse Erziehung nichts schlechtes, denn ich denke das die Religion einem Stabilität und Zuversicht geben kann.
Kann, nicht muss.
Allerdings halte ich eine zu verbissene religöse Haltung für schädlich und auch gefährlich. Man muss nicht fanatisch werden um wirklich zu glauben.
Es ist schlecht Kinder in ihrem Inneren einzuengen, von wegen: "Wenn du dies und das tust, sieht Gott es und schmeisst dich ins Höllenfeuer."
Ein Glaube der nur mit Angst und Strafe zu tun hat, ist für mich kein Glaube.
Klar gibt es nicht immer nur Friede, Freude, Eierkuchen in religiöser Hinsicht (geht ja auch gar nicht), aber eine Religion sollte meiner Meinung nach
vor allem Hoffnung schenken.

Ich möchte meinen Kindern (die ich irgendwann in ferner Zukunft vll sogar wirklich kriege) auch meinen Glauben näher bringen,
aber eher auf spielerische, fantasiereiche Art. Nicht um sie einzuschränken oder so, sondern um ihnen beizubringen, das wir nicht allein sind.
ist das jetzt verständlich ausgedrückt??? Grübel

W.s.e.
Liebe und so!
MAX
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Ashmodai
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BeitragThema: Re: Religiöse Erziehung   Do Sep 17, 2009 11:23 am

Ich bin katholisch getauft - und ging dann ab der Grundschule in den entsprechenden Religionsunterricht.
Meine Eltern haben mich nicht wirklich religiös geprägt - sie haben mir kindgerecht alles erklärt und mir gesagt, was sie glauben. Streng katholisch war das nicht und "übersinnliche Phänomene" waren bei uns eigentlich relativ normal. Mir wurde in der Hinsicht auch nie etwas ausgeredet.
Ich mochte Religionsuntericht eigentlich auch ziemlich gern.

Ich denke, es kommt darauf an, wie man die Dinge vermittelt. Ich habe nichts gegen religiöse Erziehung, wenn man Freiraum für eigenes Empfinden und eigene Gedanken bekommt. Und vom Grundgedanken her sollte sie ja genau so sein. :)

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...and my part's more than this life's flame or spark...
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BeitragThema: Re: Religiöse Erziehung   Mo Sep 13, 2010 7:27 pm

Ich halte religiöse Erziehung für das normalste von der Welt. Eltern sollten doch alles mit ihren Kindern teilen, wie könnte da der Glaube ausgenommen sein.

Schade ist es nur, wenn die Eltern eigentlich nicht in der Tiefe glauben und diese Erziehung dann an eine Institution abgeben. Dann fehlt die Herzensverbindung.

Religiöse Erziehung in der Schule sollte vielleicht Schwerpunkte gemäß der jeweiligen Tradition haben, aber doch vor allem aufgefächertes Wissen auch über andere Religionen vermitteln. Ist ja auch heute oft schon üblich.

Ich bin davon überzeugt, daß es keine absolute verstehbare Wahrheit über die Götter zu erzählen gibt. Aber das ist kein Hindernis, eher ein Ansporn, Kindern die Bruchstücke, die man gefunden und erlebt hat, wie kostbare Edelsteine weiterzugeben.
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BeitragThema: Re: Religiöse Erziehung   Mo Sep 13, 2010 8:28 pm

Liebe Schwarzbunte,

das hast Du so schön beschrieben - die Edelsteine erinnern mich an die Juwelen, die im Gewebe des Universums funkeln - dafür herzlichen Dank.

Liebe Grüße Jane in the Green
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HexenTochter
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BeitragThema: Re: Religiöse Erziehung   Di Sep 14, 2010 5:13 pm

Ich persönlich finde, das man dem Kind einen Einblick zuerst in den eigenen Glauben geben sollte, ihm aber, sobalds langsam älter wird - auch andere Religionen zeigt.
Mit ihm über soetwas spricht - damit es aus freien Willen entscheiden kann, woran es glaubt.

Liebe Grüße~ HexenTochter.

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Das ist nicht wahr! Ein Herz kann noch so schwach sein und manchmal auch nachgeben. Aber ich hab gelernt, dass es tief im Innern ein Licht gibt, dass nie erlischt!

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BeitragThema: Re: Religiöse Erziehung   Di Sep 14, 2010 6:08 pm

Die totale Begeisterung schließt ja Freiheit nicht aus. Aber ich verstehe schon, was Du meinst. Die Welt der Eltern kann einem ganz schön einengend sein.

Aber "Einblick", das ist zu wenig. Einblick gewährt man in Vermögensbilanzen: Kind, wenn Du mal groß bist und ich alt und tot, erbst Du da alles. Wenn man es lebt, dann ist es so anwesend, wie die Familienkochrezepte. Kluge Eltern lassen es zu, daß ihre Kinder später auch auswärts essen, aber das ist erst der zweite Schritt.

Meine Eltern haben mir da gar nichts vermittelt. Für meine Mutter war Kirche nur eine gesellschaftliche Veranstaltung, sprich Hochzeiten und so. Und meinen Vater kriegte man selbst dann kaum dahin. Der wollte immer erst hinterher zur allgemeinen Feier gehen. Angeblich hat er sogar gezickt, als wir Kinder getauft wurden.

Mir hat das große Freiheit gegeben, aber zugleich auch große Unerfahrenheit. Wenn man da gar nichts hat, weiß man auch von gar nichts. Und da meine Eltern beide auf ihre Weise kaum einen Glauben hatten, fehlte ihnen auch selbst etwas und etwas in unserer Familie.

Das Innerste, was ich habe, verbindet mich so gar nicht mit meiner Familie. Nicht mal der Streit darum, das Thema gab es einfach nicht.
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HexenTochter
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BeitragThema: Re: Religiöse Erziehung   Mi Sep 15, 2010 11:28 am

Ich kann mir vorstellen, was du damit meinst, Schwarzbunte. Vorallem da du Freiheiten bekommen hast und auch selbst gläubig warst.

Jetzt stell dir aber mal vor, dein Kind möchte dich nicht enttäuschen - du machst die ganze Zeit Druck. Druck-Druck-Druck. Gott hier, Sünde da. Teufel ist böse.

Was tust du als Kind? Kannst du deiner Mutter die Wahrheit sagen? Oder hälst du es solange aus, bis zu ausziehst? Lebst du dann deinen Weg?
So ists momentan bei mir - ich tu's meiner Mutter zuliebe, weil sie mich einengt. Und ich sie nicht verletzen möchte - aber sobald ich raus aus dem haus bin, werd ich mich ändern.
Und das finde ich schade - wenn sie mir Freiheiten lassen würde, dann wäre ich _ehrlich_ zu ihr, verstehst du?
Dann würde sie mich kennen, kein Scheingläubiges Kind.

Klar, ich kann nachvollziehen, was du meinst. Aber ein Kind auf eine religion - die eigene, von der man meint, sie sei die Wahre - zu bringen, das finde ich nicht in Ordnung. Man muss es ihnen zeigen können, aber auch akzeptieren, dass sie freigelassen werden wollen.

Liebe Grüße, Hexi

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BeitragThema: Re: Religiöse Erziehung   Mi Sep 15, 2010 11:48 am

Ja, liebe Hexi, das ist das Problem mit den Religionen, die Angst vor der Hölle oder ähnliche Lehren. Ich kenne da auch welche aus streng christlichen Häusern, ist ein harter Kampf.

Das Ausziehen ist tatsächlich ein wichtiger Schritt. Das entlastet solche Eltern von ihrem Schuldgefühl. Sie können eben ein Kind weiter weg nicht mehr kontrollieren wie eins, das noch in ihrem Haus wohnt. Das entschuldigt sie vor ihrem Gott.

Seltsamerweise machen aber die Eltern grundsätzlich und auch gern ältere Geschwister gern Terror. Meine Mutter hat meine religiösen Ambitionen verhöhnt, ich war ihr halt peinlich. Und meine große Schwester hatte zu der Zeit ihre kommunistische Phase, naja, das war auch nicht lustig.

Als mir neulich meine Schwester mal ein paar Engelkarten geschenkt hat, war ich einfach beleidigt. Ohne sich für die Vergangenheit zu entschuldigen, fand ich das unangemessen. Natürlich weiß ich, daß das von mir blöd war, man soll nicht nachtragend sein. Aber nach so vielen Jahren war ich halt immer noch verletzt, das sitzt tief.

Ich wünsche Dir immer einen abgeschlossenen Raum nur für Dich, einen echten Freiraum.

Liebe Grüße von der Kuh

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HexenTochter
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BeitragThema: Re: Religiöse Erziehung   Mi Sep 15, 2010 1:55 pm

Zitat :
Ich wünsche Dir immer einen abgeschlossenen Raum nur für Dich, einen echten Freiraum.
Etwas schwer, wenn man mit der Schwester die mainstream-gestört ist einen Raum teilt, aber Danke. Das hab ich dann kommendes Jahr :3 Mit meiner Seelenverwandten zusammenziehen, das ist doch eine Entschädigung, oder? xD

Ja, das kenn ich. Druck wird generell lieber auf die Älteren gemacht, irgendwie. ist bei mir auch so - aber meine Schwester glaubt auch an den Koran, soweit man mit 10 Jahren eben daran glauben kann. Is ja nich so, dass wir keine Ausschnitte tragen und keine Hosen.
Ich trag generell nur zweimal im Jahr einen Rock. xDDDD
Und meine Mutter selbst kleidet sich auch selbstbewusst, nicht billig - aber was ihren Stil angeht denke ich, kann ich stolz auf meine Mami sein.

Nur eben das sie partout nicht versteht, dass ich gerne auch meinen eigenen weg gehen würde und das ich mit meinen 16 Jahren mehr verantwortung übernehmen müsste. Ich finds einfach bitter wenn sie sich für alles die Schuld gibt, was ich vermassel >_> egal.

Das sind halt die Sichtweisen der Kinder der "Erzieher"..
Wobei sich das auch von Person zu Person ändern dürfte :3

Liebe Grüße~ Hexi

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BeitragThema: Re: Religiöse Erziehung   Mo Sep 27, 2010 7:26 am

Also was soll ich dazu nun sagen.
Ich wurde evangelisch getauft und erzogen, aber auch im alten Glauben erzogen, so konnte ich also meinen Weg alleine wählen.
Ich bin den alten Weg gegangen, und bin noch immer glücklich.
Und geschadet hat es mir wohl auch nicht :D :D
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Danu



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BeitragThema: Re: Religiöse Erziehung   Mo Okt 04, 2010 1:38 pm

Ich habe meine Tochter nicht religös erzogen, sondern sogar versucht das Thema weitesgehend von ihr fernzuhalten. Sie kam später von allein und konnte damit selbst entscheiden, was sie wann wollte und wie weit sie es wollte. So hat sich sich das genommen, womit sie sich identifizieren kann und womit sie in ihrer Umwelt leben kann. Für mich ist es in Ordnung.
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Cassandra

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BeitragThema: Re: Religiöse Erziehung   So Sep 09, 2012 8:33 pm

Das wesentliche einer Religion oder einer Glaubensrichtung waren und sind für mich immer die Werte, die sie vermitteln. Von daher sind sich die meißten Strömungen vom Prinzip her ähnlich. In keiner Religion wird grundsätzlich verlangt, alles zu Klump zu hauen, das mit der Glaubensvorstellung nicht konform ist - das kam erst später durch diverse eigenwillige Interpretationen von Menschen, die Religionen als Mittel zum Zweck mißbrauchen.

Wenn Eltern in ihrer Erziehung Werte wie Akzeptanz, Respekt vor anderen und deren Ansichten, Nächstenliebe, Ehrlichkeit usw. vermitteln, dann haben sie schon mal ein Grundgerüst geschaffen, das - meiner Meinung nach - die Vorraussetzung dafür ist, dass sich ein Kind überhaupt erst mit dem Thema Glaube/ Religion adäquat auseinander setzen kann.
Für welche Religion oder für welchen Glauben es sich dann letztlich entscheiden wird, ist dann eher sekundär.

Sind Eltern hingegen oberflächlich, handeln willkürlich nach Lust und Laune und sind den Kindern generell kein Vorbild (oder zumindest kein gutes), dann brauchen bzw. sollten sie besser auch nicht mit religiöser Erziehung daher kommen. Wenn Kinder erst einmal dahinter gekommen sind, wie [hier nach Belieben einen neutralen Begriff einsetzen] ihre Eltern sind, lehnen sie ohnehin katagorisch alles ab, was aus dieser Ecke kommt.

Fazit: religiöse Erziehung fängt für mich bei der Vermittlung menschlicher Werte an; dann folgt das religiöse Interesse von selbst.



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