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 Diskussion über andere Religionen [grob]

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HexenTochter
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BeitragThema: Diskussion über andere Religionen [grob]   So Sep 12, 2010 5:13 pm

Das "grob" ist deswegen in Klammern gesetzt, weil man ausführliche Erklärungen über eine andere Religion meiner Meinung nach in einen eigenen Thread posten sollte, hier würden sie gnadenlos untergehen, dass soll ein Diskussionsthread sein.
[wenn man sowas eröffnen darf? xD]
Nyuu~ Aufjedenfall - Was haltet ihr von anderen Religionen? Welche findet ihr am .. uninteressantesten? Welche regt euch am meisten auf und warum? Beziehungsweise, anders ausgedrückt: Warum versteht ihr diese religion mit ihren Traditionen und etc. nicht?

Würde mich interessieren - denn nach meinem Stand der Dinge ist das für mich der Islam. Nicht mal nur, weil ich so erzogen worden bin, sondern weil der Koran für mich ein Widerspruch in Buchform ist.
Wenn ich demnächst mal Zeit hab, dann such ich mir die schlimmsten zeilen daraus heraus und zeig sie euch - vielleicht versteht ihr mich ja! xD
(ja, ich hab das ding durchgelesen und ja - auf deutsch und ja - meine Mutter glaubt daran)

Aber hier mal der Thread, weil das interessiert mich wirklich!

Regeln:
- Keine persönlichen Angriffe (Beleidigungen, etc..)
- Es sollte eine Diskussion werden, keine Umstimmung des Glaubens. Bitte denkt daran, jeder Mensch sollte daran glauben, woran er glauben will.
- Rücksicht auf die Meinung/den Glauben anderer
- Die Kritik an den Religionen sollte auch nicht verletzend sein.
[daran muss wohl ich mich halten xD]

Liebe Grüße - dat'Hexi

_________________

Leb deinen Traum~ denn er wird wahr.
Geh deinen Weg, stelle dich der Gefahr
Alles was wichtig ist~ wirst du erkennen wenn die Zeit gekommen ist.~
Greif nach den Sternen, du bist bereit.
Glaub an dich, bald ist es soweit - wir werden bei dir sein~
Sei~ bereit.



~

Das ist nicht wahr! Ein Herz kann noch so schwach sein und manchmal auch nachgeben. Aber ich hab gelernt, dass es tief im Innern ein Licht gibt, dass nie erlischt!

~

可愛さ余って憎さ百倍
"Kawaisa amatte nikusa hyakubai."


Zuletzt von HexenTochter am So Sep 12, 2010 5:24 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Silas
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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   So Sep 12, 2010 5:21 pm

Zitat :
[wenn man sowas eröffnen darf? xD]

Solange nicht gegen irgendeine Religion gehetzt wird und sich die "Kritik" an anderen Glaubensrichtungen in Grenzen hält.... ;)
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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   So Sep 12, 2010 5:37 pm

Mich stören die Eingott Religionen gleicherweise. Judentum, Christentum, Islam sind für mich nur Spielarten derselben Geisteshaltung. Was uns gesellschaftlich zur Zeit am meisten erschüttert, die Islamisten, ist nur zeitbedingt. Zu anderen Zeiten verbreiteten die anderen ebensolchen Schrecken.

Mein Problem mit denen ist der Ausschließlichkeitsanspruch. Und auch die Wendigkeit. Sind sie in der Minderheit, geben sie sich freundlich (geht jetzt nicht gegen Muslime, ich denke da auch an das frühe Christentum). So sie die Macht haben und keine stärkere Macht sie mehr kontrolliert, wendet sich das Blatt.

Mit den einzelnen Gläubigen ist das wiederum was anderes. Da gibts natürlich überall die 150%, mit denen kann man nicht reden. Aber ich schätze mal, unter Magiern und Heiden finden sich solche auch. Ich würde niemanden ablehnen, wenn er seine Spiritualität aus diesen Quellen bezieht. Aber der Blick in die Geschichte ist halt unerfreulich.

Polytheismus und Heidentum sind einfach nur die angestammten Religionsformen, die da waren. In jedem Volk anders. Sie sind immer kompatibel miteinander. Es gibt keine absolute Wahrheit, sondern nur die Suche nach der Erkenntnis und die Erfahrung der einzelnen.
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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   So Sep 12, 2010 5:57 pm

Zitat :
Mich stören die Eingott Religionen gleicherweise. Judentum, Christentum, Islam sind für mich nur Spielarten derselben Geisteshaltung. Was uns gesellschaftlich zur Zeit am meisten erschüttert, die Islamisten, ist nur zeitbedingt.

Stimmt.Der Islam war schon immer eine bombige Gemeinschaft *hust*

Zitat :
Mit den einzelnen Gläubigen ist das wiederum was anderes. Da gibts natürlich überall die 150%, mit denen kann man nicht reden. Aber ich schätze mal, unter Magiern und Heiden finden sich solche auch. Ich würde niemanden ablehnen, wenn er seine Spiritualität aus diesen Quellen bezieht. Aber der Blick in die Geschichte ist halt unerfreulich.

Ich selbst bin sowohl Christ alsauch "Magier".Man kann nicht pauschalisieren,wie die Christen,Juden,Islamisten etc. sind.Es kommt auf die einzelne Person an.

Was mich am Islam teilweise stört,ist die Auslegung vom Koran zu Gunsten der männlichen Belegschaft und die Benachteiligung der Frauen.Wobei ich glaube,dass das nur eine Auslegung der türkischen Männer hierzulande ist;in der Türkei selbst,sieht das glaube ich anders aus.
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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   So Sep 12, 2010 6:23 pm

Das Problem der einzelnen Gläubigen in diesen Religionen ist das Grundgerüst. Die Inquisition hat Ketzer verfolgt, Menschen, die eine andere Auslegung vertraten, die keineswegs gegen das Christentum waren. Das mit den Hexen war nur Beiprogramm.

Es ist dies "es kann nur einen geben". Die Ausschließlichkeit. Und während man mit einem spirituellen Menschen darüber diskutieren kann, ob etwa die vielen Götter nur Spiegelungen des einen großen Gottes, oder wiccamäßig der beiden Gottheiten sind, so stirbt dies Gespräch, wenn der eine Gott mit dem Aufstieg der Religion zum Gesetz wird. Es stirbt, weil jeder, der es noch fortsetzen würde, um sein Leben fürchten müßte, der Monotheist ebenso wie der Polytheist.

Die Hindu haben im Laufe der Zeit auch einen Monotheismus entwickelt, viele sehen in den Gottheiten nur noch Inkarnationen des einen höchsten. Aber, der Hindu, der das so sieht, achtet und ehrt eben diese Inkarnationen und achtet auch den Menschen, der diese Gottheiten als getrennte Wesen verehrt. Der indische Yogi fühlt sich halt schon ein bißchen weiterentwickelt, mehr nicht.

Man kann Monotheist sein und anständig bleiben. Aber die uns bekannten drei monotheistischen Religionen haben immer wieder bewiesen, daß sie es nicht können. Ihnen fehlt etwas in der Tiefe.

Die Falle ist das entweder / oder Prinzip. Nur gut oder böse. Daß alles ein Wechsel ist, daß Menschen gar nicht berechtigt sind, über die Hohen Urteile abzugeben, das verstehen sie nicht. Das hat sich nie durchgesetzt. Und darum ist es schade.

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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   So Sep 12, 2010 6:44 pm

Ich habe auch so meine Probleme mit den Monothistischen Religionen, wobei ich glaube, dass die meisten "modernen" Christen (Juden und Muslime kenne ich nicht allzu viele...) das gar nicht mehr so eng sehen. Natürlich propagiert die katholische Kirche gerne Mal 2000 Jahre alte Ansichten, die nicht mehr so richtig aktuell sind und es gibt genug "Genies" die felsenfest davon überzeugt sind, ihr Gott hätte die Welt an sechs Tagen erschaffen... Aber viele sind eben auch offen und aufgeschlossen.
Ich hatte z.B. letztens noch ein interessantes Gespräch mit einem Christen, der zwar klipp und klar sagte, dass er für sich persönlich davon überzeugt ist, dass es nur einen Gott gibt, aber trotzdem interessiert daran war, wie ich mit meiner (etwas anderen) Sichtweise so lebe...
Und dabei kam dann ein sehr interessanter Gedanke auf:
Eigentlich DARF niemand "Recht haben", denn Glaube lebt davon, dass man immer wieder neu hinterfragt, seine eigene Sichtweise immer wieder neu bildet und diskutiert...

Übrigens macht ja nicht nur der Islam ab und an "Bombenstimmung", die Idee dieser Gemeinde in Florida, Mal eben eine Koranverbrennung zu starten, finde ich auch ziemlich... schlecht...
Ach wenn einem das Buch nicht in den Kram passt, wie sagte irgendjemand, dessen Name mir gerade partout nicht einfallen will:
"Wo man Bücher verbrennt, da verbrennt man dem nächst auch Menschen"

Und dass kann doch wirklich nicht Sinn und Zweck einer Religion sein.
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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   So Sep 12, 2010 7:09 pm

Zitat :
Es ist dies "es kann nur einen geben". Die Ausschließlichkeit. Und während man mit einem spirituellen Menschen darüber diskutieren kann, ob etwa die vielen Götter nur Spiegelungen des einen großen Gottes, oder wiccamäßig der beiden Gottheiten sind, so stirbt dies Gespräch, wenn der eine Gott mit dem Aufstieg der Religion zum Gesetz wird.

Aber eben nicht jeder einzelne Christ denkt so,Schwarzbunte.Wie man seinen Glauben lebt und wie man selbst das Ganze sieht,ist von Mensch zu Mensch verschieden.Ich behaupte nicht,es gäbe nur einen einzigen Gott.Ich glaube an den Christengott,und an andere,meist keltische Götter.

@Rosalie:

Zitat :
Übrigens macht ja nicht nur der Islam ab und an "Bombenstimmung", die Idee dieser Gemeinde in Florida, Mal eben eine Koranverbrennung zu starten, finde ich auch ziemlich... schlecht...
Ach wenn einem das Buch nicht in den Kram passt, wie sagte irgendjemand, dessen Name mir gerade partout nicht einfallen will:
"Wo man Bücher verbrennt, da verbrennt man dem nächst auch Menschen"

Das fand ich auch ganz furchtbar.Nur weil diese radikalen Christen in Florida Koranbücher verbrannt haben,müssen viele Menschen um ihr leben fürchten,weil das mit Terroranschlägen beantwortet werden wird...

Das Problem war tatsächlich immer der Krieg zwischen den Religionen,die alle ein und denselben Gott zu verehren scheinen.Aber da jeder glaubte und teilweise immernoch glaubt,sein Glauben sei das einzig Richtige,wird es auch weiterhin radikale Christen oder Islamisten geben die alles hochbomben.

Das ist praktisch noch wie vor 700 Jahren zur Zeit der Kreuzzüge.Das hat niemals aufgehört.Die Terroranschläge sind nach dem Vorbild der Assassinen zur Zeit der Kreuzzüge und daran sieht man,wie rückständig das Denken der Islamisten ist.Im Kopf sind die irgendwann stehengeblieben.

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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   So Sep 12, 2010 7:31 pm

Silas, woher kam die Freiheit wieder zu glauben, was man wirklich glaubt? Von Blindwütigen Atheisten erkämpft (französische Revolution und die weiteren Folgen). Es kam nicht aus dem Christentum heraus.

Ich habe gar keinen Zweifel, daß es zu jeder Zeit jede Menge Menschen hier gab, die halt Christen waren und dennoch von grundauf abgeneigt, deshalb Verbrechen zu verüben. Aber in dem Denkkonzept vom einzigen Gott steckt ein Fehler drin. Und dieser wird immer dann gefährlich, wenn sich die Idee gesellschaftlich durchsetzt.

Ich vergleich es mal mit dem Sozialismus. Die Ideale sind super. Aber das Wirtschaftskonzept und das Gesellschaftskonzept ignoriert menschliche Eigenheiten. Im wirklichen Leben hat es nicht funktioniert.

Die hohen Ideale rechtfertigen nicht die entsetzlichen Fehlleistungen, das gilt für den Sozialismus ebenso wie für den Monotheismus. Beide haben Webfehler.

Die anständigen Gläubigen müssen immer wieder die Erfahrung machen, daß sie wie gesunde Menschen sind, die aber trotzdem einen Erreger in sich tragen. Plötzlich werden in der heutigen Zeit junge Muslime zu Attentätern, deren Eltern das nicht geahnt hätten.

Vergleich die Muslime mal mit den vertriebenen Tibetern. Zu Hause in Tibet gab es schon einige Aufstände. ABer sie haben es nicht in die Welt getragen, nicht Unbeteiligte getötet, um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen. Buddhismus ist auch eine besondere Form des Monotheismus, und bei den Tibetern gespickt mit vielen alten Gottheiten, die einfach integriert wurden. Aber diese sind anders.

Diese Religionen tragen den Keim in sich und in schwierigen Zeiten kippt es dann um. Solange sind wir hier in Europa noch nicht frei davon. Und unsere nächsten Verwandten in USA machen es uns vor, wie dünn die Decke der Zivilisation wirklich ist. Die Ausfälle der dortigen fundamentalen Christen sind schon viele Male erschreckend gewesen.

Wie weit haben wir uns wirklich davon entfernt? Nicht Du als einzelner, nicht der einzelne, der seine Spiritualität aus der Bibel zieht. Sondern wie wäre es unter schwierigeren Umständen, würde die Gesellschaft dem erneut verfallen oder könnte sie das überwinden?
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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   So Sep 12, 2010 7:47 pm

Mich nerven alle Polytheisten, Monotheisten, Atheisten gleichermaßen, wenn sie dumm argumentieren, nicht in der Lage sind ihren Glauben zu hinterfragen/durchdenken und sich für besser als die anderen halten.

Der Prozentsatz der Gläubigen einer jeweiligen Religion, die mich annerven (die ich kenne - logisch) bleibt sich ungefähr gleich.

Wo Menschen sind, da menschelt's halt. Mit Macht können die wenigsten gut umgehen.
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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   So Sep 12, 2010 7:54 pm

Zitat :
Silas, woher kam die Freiheit wieder zu glauben, was man wirklich glaubt? Von Blindwütigen Atheisten erkämpft (französische Revolution und die weiteren Folgen). Es kam nicht aus dem Christentum heraus.

Das mag sein,damit habe ich in der heutigen Zeit aber nichts zutun.Das zu glauben was ich heute glaube und meine eigene Definition vom Christentum zu haben,kam von mir selbst.Groß beeinflusst hat mich da nur ein Erlebnis als ich damals auf meine Firmung vorbereitet werden sollte.

Die Entscheidung,nicht starrsinnig an einen einzigen Gott zu glauben oder Christ-Sein anders zu definieren als es gemeinhin getan wird,hat nichts mit irgendwem zutun.Das entscheidet jeder selbst.Das war auch früher schon so.Es gab schon immer Menschen,die zwar getauft waren als Christen,aber auch anderes glaubten.Das kann mir doch keiner nehmen,sofern es garkeiner weiß.

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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   So Sep 12, 2010 8:02 pm

Ist alles gesagt. =)


Zuletzt von Igelchen am So Sep 12, 2010 8:38 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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natrix



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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   So Sep 12, 2010 8:04 pm

Liebes Hexentüchterchen,

meine Koranlektüre ist eine Weile her (glaube, ich war 14) und endete nach der Hälfte nicht wegen Zorn, sondern wegen Langeweile- vielleicht hab ich das damals auch alles noch nicht so gut verstehen können. Ich glaube Dir gern, dass Du Widersprüche in dem heiligen Buch gefunden hast, möchte Dir nur sagen, dass aus meiner Sicht die Bibel auch ein solches Buch der Widersprüche ist. Und wenn ichs genau bedenke auch manche polytheistischen Glaubenssystheme, mit denen ich mich irgendwann mal zugegebenermaßen oberflächlich beschäftigt habe. Früher hat mich das verwirrt, gestört oder erschien mir zumindest als Manko. Heute sehe ich das viel entspannter und kenne dafür zumindest 2 Gründe. 1. der Glauben an Gott ist ein Glaube, keine Wissenschaft. Glaube muss nicht logisch, in sich stimmig und kohärent sein. Ich glaube, wir alle glauben haufenweise Dinge, die sich nicht in jedem Fall in ein logisches System pressen lassen, nicht einmal unsere Persönlichkeit scheint immer logisch strukturiert- sonst hätten wohl auch wir Menschen nicht so viele Schwierigkeiten einander zu verstehen, wenn wir so logisch und berechenbar wären...
2. Ob nun heilige Bücher oder mündliche Überlieferung- der Inhalt von beidem stammt oft aus sehr weit auseinanderliegenden historischen Zeiträumen, in denen sich die Menschen, ihre Problemlagen, ihre Lebenssituation, ihre Art, Gott und die Welt zu sehen, stark geändert haben, wer weiß, vielleicht hat sogar Gott sich irgendwann geändert- wie kann ich das wissen? Das Göttliche wurde auf jeden Fall zu unterschiedlichen Zeiten und von unterschiedlichen Menschen unterschiedlich wahrgenommen- daraus können sich schon Widersprüche ergeben. Für mich ist all diese schriftliche und mündliche Überlieferung ein wertvolles Gut, Anlass zum Nachdenken, Nachspüren- auch heute, nach 2000 und viel mehr Jahren. Aber meine Erfahrungen mit Gott will ich schon selbst machen. Ein Buch reicht mir dafür nicht.

Ich glaube nicht, dass man aus dem Koran zweifelsfrei eine notwendige Benachteiligung der Frau ableiten kann. Ich selbst kenne Mohammeddanerinnen, die durchaus selbstbewusst und selbstbestimmt leben und dies wunderbar mit ihrem Glauben vereinbaren können. Das ist -wie bei so vielem- eine Frage der Auslegung. Und für eine möglichst humanistische, liebevolle Auslegung der eigenen heiligen Schriften sollten die Anhänger einer jeden Religion sich einsetzen. Das wichtigste Gebot aller Religionen, so scheint mir, ist die Liebe, wer das nicht verstanden hat und die Schriften nicht aus dieser Sicht interpretiert, wird auch nicht viel Glück beim Verstehen der restlichen Glaubensinhalte, wie die Bücher sie darstellen, haben...

Das mit dem Ausschließlichkeitsanspruch, die Überzeugung mancher Gläubiger, nicht nur einen guten, sondern den einzig wahren Glauben zu haben, stört mich auch. Die habe ich allerdings inzwischen nicht nur bei Monotheisten gefunden, sondern zu meiner eigenen Ent-Täuschung auch schon bei diesem oder jenen selbsterklärten Heiden.

Schwarzbunte (schöner Name!), Du schreibst, Polytheismus und Heidentum seien in ihren unterschiedlichen Glaubensformen immer kompatibel. Dafür kennt die Geschichte sicher viele Beispiele. Andererseits habe ich aber auch schon von modernen Heiden gehört, die gegen jegliche Vermischung ihrer Religion mit anderen waren.
Richtig gruseln tut es mich, wenn ich die teilweise erfolgreichen Versuche der Faschisten in der Vergangenheit betrachte, die heidnische Überlieferung und Religion für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Damals entstand auch die Idee der "artgemäßen" Religion, die man schön reinhalten sollte von fremden Einflüssen- genau wie das eigene Blut.

Recht hast Du mit dem, was Du über die Macht sagst. Macht scheint Anhänger aller Religionen (und auch aller politischen Richtungen) zu kompromittieren. Das ist schlimm. Aber wie können wir sicher sein, dass es uns in gleicher Lage nicht ähnlich ginge? Wo doch psychologische Experimente zeigen, dass Menschen in hierarchischen Strukturen, wenn sie einmal Macht haben, dazu neigen, diese gegen ihre Mitmenschen auszunutzen? Gegen diesen Virus wäre ich gern immun- wie kannst Du sicher sein, dass Anhänger einer polytheistischen Religion dem nicht zum Opfer fallen? Die Oberen im Antiken Rom, die durchaus Polytheisten waren, sind ja nun auch nicht für ihre Friedfertigkeit und Selbstlosigkeit bekannt... ?
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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   So Sep 12, 2010 8:26 pm

Ich persönlich empfinde alle Religionen und Glaubensrichtungen als interessant insofern, daß sie sich ja von meinem Glauben unterscheiden und ich mich in diesen Unterschieden weiterentwickeln kann.
Meinen Standpunkt formuliere ich in etwa so: es spielt keine Rolle, wie das Kind heißt, solange Du es beim Namen nennen kannst - und - alle Wege führen irgendwohin.

Mit herzlichem Gruß Jane in the Green
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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   Mo Sep 13, 2010 4:57 am

Der Nationalsozialismus war ein politische Bewegung, die sich nur äußerer Elemente bediente. Damals wurden heidnische Gruppen teils aufgelöst, teils auch verboten. Sie warenn ausdrücklich nicht erwünscht. (Damals war das Germanentum noch stark monotheistisch "Gott in uns Bewegung", die Ablösung vom christlichen Glauben war noch in den Anfängen).

Mißbrauch ist überall möglich. Und gerade, wenn das Heidentum neu ersteht, ist es ganz anders als das Heidentum, das die angestammte Religion war. Ich betrachte hier alles von der gesellschaftlichen Seite. Heutzutage sind Polytheisten in unseren Breiten bekehrte Polytheisten. Sie stecken mehr oder weniger dennoch in anderen Denksystemen fest, z. B. auch der Vorstellung von Wahrheit oder daß man sich bekehren müsse.

Ja, ich denke auch, daß bloß neuerschaffenes Heidentum uns nicht retten kann, das kann auch schief gehen. Ich preise nur das gewesene Heidentum, das einfach das stimmige Denkmodell der Welt war.

Natürlich gab es deshalb trotzdem früher Kriege und große Reiche. Doch sieh genau hin. Die Römer zogen nie für ihre Götter in den Krieg, sie nahmen sie nur mit im Gepäck. Aus Geldgier zerstörten sie Kulturen, aber nie wegen ihrer Götter. Und wo die Eroberung anders möglich war, ließen sie den Einheimischen ihre Götter und man erkannte sie als die eigenen. Der Götterglaube durchdrang das Leben, aber er war nicht der Antrieb zum Handeln.

Es ist der Wahrheitsimpuls der Eingott-Religionen nahöstlicher Prägung. Um der Wahrheit willen "mach alles platt". Das kommt immer wieder durch.

Für unsere moderne Gesellschaft ist daher die Zahl der verehrten Götter nicht so wichtig, wie die Erinnerung an die Geschichte und das strikte Festhalten an den gesellschaftlichen Idealen, die wir uns selbst geschaffen haben. Und denen rechne ich eine höhere Überlebens Chance zu, wenn die Zahl wirklich gläubiger Christen und Muslime klein bleibt. Denn die Geschichte lehrt, daß diese in der Minderheit sich immer anständig benehmen.
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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   Mo Sep 13, 2010 6:25 am

Liebe Schwarzbunte,

ich empfinde das so: nicht der Glaube löst Kriege aus, es sind die Menschen, die hinter einer jeden Religion stehen, die Angst haben und sich getrennt fühlen, die Kriege beginnen, um ihre Macht zu demonstrieren. Wenn ein Mensch sehr gläubig ist, finde ich das schön.
Fühlst Du Dich durch strenge Christen und Muslime bedroht?

Mit herzlichem Gruß Jane in the Green
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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   Mo Sep 13, 2010 8:44 am

Das sehe ich so wie Jane.Vor allem kann ja kein Gott behauptet haben,dass für ihn Kreuzzüge und derlei veranstaltet werden sollen.Das haben die Menschen einfach teilweise entschieden oder etwaige Botschaften einfach falsch interpretiert.Denn ich bin immernoch der Meinung dass kein Gott wollen kann,dass man für ihn andere Menschen tötet.Ganz besonders deshalb nicht,weil es sich immer um ein und denselben Gott handelt.Hätten die Menschen das schon eher begriffen und würden es begreifen,könnten wir alle in Frieden leben.
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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   Mo Sep 13, 2010 11:22 am

Zitat :
Was mich am Islam teilweise stört,ist die Auslegung vom Koran zu Gunsten der männlichen Belegschaft und die Benachteiligung der Frauen.Wobei ich glaube,dass das nur eine Auslegung der türkischen Männer hierzulande ist; in der Türkei selbst,sieht das glaube ich anders aus.

Nicht unbedingt. Es kommt drauf an, worauf du anspielst. Eine Frau wird im Islam irgendwo echt wie eine Schlampe angesehen, sie kriegt für jeden winzigen Scheißdreck Geld. Verkauft sich sozusagen – ein Mann darf mehrere Frauen haben, wenn du aber meiner Mama glauben kannst, dann hat der tolle Herr Prophet nur deswegen mehrere Frauen gehabt, um ihnen aus ihrer Not zu helfen.
[Was ich irgendwo bezweifel. Ich .. na, lassen wir das erst mal xD]


Zunächst mal – ich bewundere jeden Menschen, der Gläubig ist, solang er freiwillig und aus Überzeugung glaubt. Wer nur die Meinung anderer vertritt, sich nicht informiert und nur deswegen glaubt, weil es zum „guten“ Ton gehört und weil es „normal“ ist, der ist für mich echt erbärmlich.
Aber ein Mensch, der aus Überzeugung an seinen Gott glaubt, egal wie dieser sich äußert – tja, da sag ich „Hut ab“, du denkst nach.

Zum Thema Koran und Moslem. Der einzige Grund, warum ich mir den Quark antu, ist meiner Mutter zu liebe. Die gute Frau denkt, ich glaube an das Zeug – wobei sie genau weiß, dass ich auch an Geister glaube. Mit meiner Mutter kann ich sowieso nicht reden, sie redet sich die Welt schön.

Einer der 5 schlimmsten Widersprüche im Koran, ich hab sie mir irgendwo aufgeschrieben, ist dieses Denken: „Jeder Mensch soll aus freien Beweggründen glauben – wer nicht an „den Barmherzigen“ glaubt, wer versucht ihn zu täuschen, der täuscht sich nur selbst“
Aber – weshalb meine Mutter meint, mich zum Moslem machen zu müssen. „Für eine Mutter ist es Sünde, wenn sie ihr Kind nicht auf den wahren Weg führt“
Jetzt frag ich mich – wo hat das Kind da Mitspracherecht? Ich find da ehrlich gesagt nichts, man macht Druck auf die Eltern und die machen Druck auf die Kinder. Ich seh‘ da nichts von Glaubensfreiheit, so leid es mir auch tut. Man sollte einem Kind zeigen, was „normal“ und „unnormal“ – gesellschaftbedingt ist. Aber das Kind sollte mit dem heranwachsen, so finde ich, selbst eine Religion finden, die ihm gefällt.

Und hunderttausend mal wird das Wort „barmherziger“ gebraucht, aber auf Seite 7, Strophe [?] 41 heißts dann „ihr sollt mich fürchten“. Ist das barmherzig? Ist das der achso tolle Gott, an den man glauben soll, hmh? Ganz ehrlich – ich seh da keinen unterschied zu dem jashinismus – Pardon, zu jashin. Außer, dass Jashin [xDDDD sagt nichts. Heil jashin! xD] niemanden anlügt, der hat seine Prinzipien und kann dazu stehen.

Ein ganzgroßes Thema für mich, was mich in Rage bringt ist dieser elende „heilige“ Krieg. Krieg ist _niemals_ gut, das kommt mir echt der Gedanke auf, wer genau das Buch zusammengefasst hat. Vermutlich ein alter machtgeiler Sack, der unbedingt im tollsten und reichsten Land leben wollte, huh?
„Töten ist die schlimmste Sünde“ – „Töten im heiligen Krieg öffnet dir die Himmelpforte“
Ey, zwischendurch…. >_>

Wie auch immer. Wie man sieht, bin ich ziemlich auf den Islam bezogen, bzw ziemlich angepisst davon.

Allerdings halt ich auch nicht viel von der katholischen Kirche [Ich bin eher Protestant – wenn schon], denn sie hat Fehler gemacht und bringt teilweise immer noch Fehler.
Aber was die Kirche angeht – der Mensch macht Fehler und versucht es nicht durch so eine psycho-ka- … durch so eine Psycho-Masche zu verbergen und einen auf friedlich, scheinheilig und toll zu machen. Die Kirche ist menschlich, während für mich der Koran eine Masche ist, um sich eine riesige Menge an Soldaten zu machen.

Zitat :
Liebes Hexentüchterchen,

meine Koranlektüre ist eine Weile her (glaube, ich war 14) und endete nach der Hälfte nicht wegen Zorn, sondern wegen Langeweile- vielleicht hab ich das damals auch alles noch nicht so gut verstehen können. Ich glaube Dir gern, dass Du Widersprüche in dem heiligen Buch gefunden hast, möchte Dir nur sagen, dass aus meiner Sicht die Bibel auch ein solches Buch der Widersprüche ist. Und wenn ichs genau bedenke auch manche polytheistischen Glaubenssystheme, mit denen ich mich irgendwann mal zugegebenermaßen oberflächlich beschäftigt habe. Früher hat mich das verwirrt, gestört oder erschien mir zumindest als Manko. Heute sehe ich das viel entspannter und kenne dafür zumindest 2 Gründe. 1. der Glauben an Gott ist ein Glaube, keine Wissenschaft. Glaube muss nicht logisch, in sich stimmig und kohärent sein. Ich glaube, wir alle glauben haufenweise Dinge, die sich nicht in jedem Fall in ein logisches System pressen lassen, nicht einmal unsere Persönlichkeit scheint immer logisch strukturiert- sonst hätten wohl auch wir Menschen nicht so viele Schwierigkeiten einander zu verstehen, wenn wir so logisch und berechenbar wären...
2. Ob nun heilige Bücher oder mündliche Überlieferung- der Inhalt von beidem stammt oft aus sehr weit auseinanderliegenden historischen Zeiträumen, in denen sich die Menschen, ihre Problemlagen, ihre Lebenssituation, ihre Art, Gott und die Welt zu sehen, stark geändert haben, wer weiß, vielleicht hat sogar Gott sich irgendwann geändert- wie kann ich das wissen? Das Göttliche wurde auf jeden Fall zu unterschiedlichen Zeiten und von unterschiedlichen Menschen unterschiedlich wahrgenommen- daraus können sich schon Widersprüche ergeben. Für mich ist all diese schriftliche und mündliche Überlieferung ein wertvolles Gut, Anlass zum Nachdenken, Nachspüren- auch heute, nach 2000 und viel mehr Jahren. Aber meine Erfahrungen mit Gott will ich schon selbst machen. Ein Buch reicht mir dafür nicht.


Natrix, da magst du Recht haben, was den historischen Verlauf angeht. Oder ob Glaube logisch sein muss oder nicht – ich finde nur lediglich, dass ein Mensch freiwillig glauben sollte, aus tiefstem Herzen.
Aber andere dazu zu zwingen, weils einem das Leben erleichtert – [gerade an der Geschichte mit den Kerlen sieht mans ja. Brautgeld – wer kommt auf so nen Scheiß, hmh? Wer braucht sowas? Nicht, dass ich an die große Liebe glaube, aber Fakt ist, der Mensch ist deswegen in zwei geschlechter geteilt, damit er sich fortpflanzen kann. Nicht, damit das „möchtegernschwächere“ dem anderen dient. Und jede Frau, wirklich jede Frau die sich so erniedrigen lässt, sollte intelligenter werden und ihrem Mann die Eier rausschneiden. Tut mir leid für die grobe Wortwahl, aber so wurde ich sogar erzogen. Die Meinung, wenigstens die, teilt meine Mutter mit mir. xD


Und ganz wichtiges Zitat von dir „Meine Erfahrungen mit Gott will ich schon selbst machen.“ Daran erkennt man, dass du aus freien Stücken glaubst. Es ist eine Sache von Psychologie, irgendwo.
Das, woran man glaubt, ist verantwortlich für alles gute, was einem passiert.
Und je mehr gutes passiert, desto mehr glaubt man, desto mehr kann man sein Leben genießen und desto mehr Selbstbewusstsein hat man. Verstehst du?


Wie auch immer x3 xDDD
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Glaub an dich, bald ist es soweit - wir werden bei dir sein~
Sei~ bereit.



~

Das ist nicht wahr! Ein Herz kann noch so schwach sein und manchmal auch nachgeben. Aber ich hab gelernt, dass es tief im Innern ein Licht gibt, dass nie erlischt!

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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   Mo Sep 13, 2010 12:57 pm

Schwarzbunte schrieb:
Silas, woher kam die Freiheit wieder zu glauben, was man wirklich glaubt? Von Blindwütigen Atheisten erkämpft (französische Revolution und die weiteren Folgen). Es kam nicht aus dem Christentum heraus.

Da möchte ich nur kurz einwerfen, dass es bei den frühen keltischen Christen durchaus anders war.
Sie glaubten an den Christengott und zum Großteil auch weiterhin an ihre anderen Götter. Teilweise wurden auch die Feste gemeinsam begangen und es gab durchaus Culdees, die trotzdem noch Druiden waren (so wie Saint Columba/Columcille).
Daher bezeichne ich mich als keltischen Christen. Nick
Das ganze Elend ging da auch los, als Rom meinte, es müssten alle Christen nach ihrem Gusto glauben.

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Silas
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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   Mo Sep 13, 2010 1:31 pm

Zitat :
Da möchte ich nur kurz einwerfen, dass es bei den frühen keltischen Christen durchaus anders war.
Sie glaubten an den Christengott und zum Großteil auch weiterhin an ihre anderen Götter. Teilweise wurden auch die Feste gemeinsam begangen und es gab durchaus Culdees, die trotzdem noch Druiden waren (so wie Saint Columba/Columcille).
Daher bezeichne ich mich als keltischen Christen.

Dito,das war das was ich gestern versuchte auszudrücken als ich meinen Glauben zu erklären versuchte.Ich hab das nur wegen meinem Matschkopf gestern nicht so hinbekommen Verlegen

Danke Ash!
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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   Mo Sep 13, 2010 2:30 pm

Gerne. Nick ;)
Den Matschkopf hatte ich gestern auch. [Offtopic aus]

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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   Mo Sep 13, 2010 3:59 pm

Hier in unserem Land fühle ich mich nicht bedroht. Wir alle hier wären aber arm dran, wenn wir in muslimischen diktierten Ländern lebten, dort steht auf Heidentum Gefängnis, teils sogar die Todesstrafe. Auch christlich orientierte Länder in der dritten Welt machen manchmal Schlagzeilen, als ob dort noch Mittelalter wäre.

Ich sehe nicht einen Bibelgott als Auslöser. Ich sehe ein Prinzip, das wirkt.

In jedem Land, in jedem Volk gibt es paar Heilige, die sind durch nichts zu korrumpieren. Und ein paar Verbrecher, denen ist alle Moral egal. Und dazwischen eine große Menge von Menschen, die nicht drüber nachdenken. Sie schwimmen im Strom. Und die nahöstlichen Eingott Religionen haben immer wieder bis heute katastrophale geistige Ströme erzeugt, eben weil sie von einer Wahrheit sprechen und weil sie das andere als das absolut Böse charakterisieren. Ein solches Weltbild schreit ja geradezu danach, von Verbrechern mißbraucht zu werden.

In deren heiligen Schriften gibt es natürliche spirituelle Bonbons, aber die gesamte Lehre ist unheilig. Weil sie nicht zuerst in den Himmel aufsieht, sondern auf die Erde, wo man das Böse noch jagen könne.

Silas, als freier keltischer Christ, und ich ebenso, als germanische Heidin, jeder der frei denkt, ist dann das Opfer. Diese unheimliche Dynamik hat sich entwickelt und ganz Europa plattgemacht. Gäb es nur das Christentum, müßte man noch mal überlegen, woran es liegt. Aber Judentum zu seiner Zeit und Islam dann später hat das Spiel auch gespielt. Islamisten töten nicht nur Heiden und Amerikaner, Sufis sind auch Opfer. Wenn es dreimal passiert, sollte man anfangen es als typisch zu sehen.

Es ist die Schwarz / Weiß Ideologie, und es ist der Glaube an einen Gott.

Und ich sage es nochmal, ich sehe das Heil nicht darin, daß alle wieder Heiden werden. Weil das auch nur Schönfärberei wäre, so einfach ändert sich das Denken nicht. Wichtig ist, daß wir die Geschichte nicht vergessen und unsere menschlichen, selbsterschaffenen Ideale hochhalten.

Und ich verweise auch noch mal auf die starke Monotheistische Strömung im Hinduismus hin, die respektvoll bleibt. Und auf die große Kraft des Buddhismus, trotz absoluter Vorstellung vom höchsten Prinzip, fremde geistige Strömungen und Geister- und Götterglauben aufzunehmen. Es ginge auch anders.


HexenTochter, was mir noch zu dem Zweifel Deiner Mutter an Geistern einfällt, also im Islam gibt es ja auch unterschiedliche Strömungen. Aber immerhin wird geglaubt, daß Mohammed von einem Erzengel inspiriert wurde, und geht man die christliche, teils auch apokryphe Engellehre durch, gibt es da sehr viele Abteilung. Ich weiß, das ist im Islam nicht so angekommen, aber man könnte es ja mal versuchen.

Dann erinnere ich mich an einen Beitrag anderswo (weiß nicht mehr auf welchem Forum), da schilderte ebenfalls ein Moslem, daß es unmöglich wäre zu sagen „ich kann heilen durch handauflegen oder ähnliches“. Weil der Mensch solche Fähigkeiten nicht haben könne. Aber es sei möglich zu sagen, ein Geist –Dschinn- hat mir das so und so vermittelt. Dann käme man damit durch. Nur auf einem Forum gelesen, leider.

Ich kenne mich da nicht mit den Einzelheiten aus, das kam mir nur so als Gedanke.

Ich habe das mal zusammengefügt.Das nächste Mal bitte die Editierfunktion nutzen!

Silas
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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   Di Sep 14, 2010 5:10 pm

Zitat :
Dann erinnere ich mich an einen Beitrag anderswo (weiß nicht mehr auf welchem Forum), da schilderte ebenfalls ein Moslem, daß es unmöglich wäre zu sagen „ich kann heilen durch handauflegen oder ähnliches“. Weil der Mensch solche Fähigkeiten nicht haben könne. Aber es sei möglich zu sagen, ein Geist –Dschinn- hat mir das so und so vermittelt. Dann käme man damit durch. Nur auf einem Forum gelesen, leider.

Lach mich ruhig aus - daran aber glaubt meine Mutter wieder. Das ist wie im evangelischen/katholischen, man hat den selben Glauben, der trotzdem unterscheidet wird.
Aber davor hätte meine Mutter auch Angst, sagt sie, obwohl sie's bitter nötig hätte. Zumindest kennt sie, beziehungweise eine gute Freundin von ihr geht irgendwann auf ein Treff, da wird ein solcher Moslem auftauchen.
Und diese Freundin meiner Mutter trägt sogar ein Kopftuch, verstehst du? Allgemein, sie hat auch nichts gegen Sex vor der Ehe und hat auch getrennt von ihrem mann gelebt. Diese Frau glaubt allein an den Gott, nicht an den Rest.
Das Kopftuch trägt sie freiwillig.


Was den Gedanken angeht, dass alle wieder Heiden werden. Wenn ich mir ansehe, wie schon die ethik-lehrer über Heiden denken, könnt ich kotzen. So meinte heute meine überalles geliebte Lehrerin [ironieironie~], dass wir, die in Ethik gehen, nicht gottlos oder heide wären - das wir sowas nicht nötig hätten.
Noch mehr und sie hätte ein ernsthaftes Problem mit mir gehabt :D
Eben diese Frau hat mir auch versucht klarzumachen, dass Satanisten schlecht seien - versteht mich nicht falsch. Ich bin kein Freund von ritualen, bei denen man katzen abschlachtet oder ähnliches tut, das nicht.
Aber als möchtegern-normalo zu behaupten, dass ein anderer Glauben schlecht sei.... Kommentar von Hexi, (mal wieder kein Blatt vor dem Mund) "Stimmt, Frau Fischbach. Die Guten entscheiden, wer die bösen sind. Jetzt müssen nur sie mir sagen wer entscheidet, wer die guten sind?"
Ihre Antwort: "Na, die Bösen"
Hexi: "dann ist ihnen klar, dass beides genau das selbe ist? Wenn sowohl gut entscheidet, was böse ist, dann entscheidet böse, was gut ist und ist wiederrum gut, weil es diese entscheidung fällt?"
Man hat qualm aus ihren Ohren kommen sehen xDDDD

Nein - wie schon gesagt. Ich persönlich habs auch nicht so mit Satanisten, aber genauso sollte man aufpassen, was man hier sagt. Das sind keine Psycho's, die dumm sind. Sie glauben einfach aus freiem Willen, woran sie glauben. Und das ist aus meiner Sicht "guter" (jaja. Besser, ich weiß) als sich irgendwo seinen glauben abzugucken.


MfG - Hexi~

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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   Di Sep 14, 2010 5:56 pm

Ja, im Islam kenne ich mich wirklich nicht aus. Es ist auch schwierig, einem solchen Menschen Brücken zu bauen. Und dahinter stecken auch leider oft Ängste, ist so.

Zu den Satanisten denke ich, sie sind Christen. Denn es gäbe sie nicht, wenn sie nicht die christliche Lehre als Ausgangspunkt genommen hätten. Jetzt meine ich nicht das freie Christentum, wie Silas es repräsentiert. Sondern das offizielle Kirchenchristentum mit seinem Absolutheitsanspruch. Der erste Impuls ist das dagegen. Sie entnehmen auch heidnischen Kulten überall Ideen und Götternamen, aber der Hintergrund ist unverkennbar.

Ist mir zu wenig. Eine Gegenbewegung auf dem Weg in die Freiheit ist schon in Ordnung. Aber dann muß man auch wieder runterkommen. Es ist doch in Wirklichkeit alles so einfach, wenn man den Göttern und guten Geistern vertraut.

Heide ist ja leider ein Schimpfwort, das die Christen geprägt haben. Am Anfang stand es für die Anhänger der alten Naturreligion. Aber heute wird es oft für Atheisten gebraucht, obwohl das ganz was anderes ist. Im Laufe der Zeit neige ich auch mehr dem zu, mich in Gesprächen mit solchen Leuten als Polytheist zu bezeichnen. Dann muß ich mich nicht erst erklären, daß ich kein Atheist bin, sondern an die Götter glaube.

Und wenn ich bedenke, wie wenig naturverbunden mein modernes Leben in Wirklichkeit ist, dann ist es auch von da gesehen vollkommen ehrlich. Ich glaube an die Götter, aber ich sehe sie nur theoretisch in den Kräften der Natur, tatsächlich erlebe ich das kaum. (Ich fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit und heut gleich zweimal durchgeregnet, für mich besteht noch Hoffnung Headbang , aber dann wartet ja immer die Zentralheizung und all das gute auf mich, das sind nur wenige Momente am Tage).
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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   Mi Sep 15, 2010 1:04 am

Hallo Hexilein,

Und diese Freundin meiner Mutter trägt sogar ein Kopftuch, verstehst du? Allgemein, sie hat auch nichts gegen Sex vor der Ehe und hat auch getrennt von ihrem mann gelebt. Diese Frau glaubt allein an den Gott, nicht an den Rest.
Das Kopftuch trägt sie freiwillig.


Das scheint ja eine coole Frau zu sein, ich meine, falls Du Dich irgendwann mal Deiner Mutter gegenüber nicht so verständlich machen kannst... könnte sie Dir vielleicht helfen? Immerhin scheint sie jemand, mit dem man auch als frei denkender Mensch reden kann und als Freundin hat sie guten Zugang zu Deiner Mutter...

Was mir noch eingefallen ist bezüglich des übersteigerten Verantwortungsgefühls Deiner Mutter für Deinen Glauben... Du schriebst:

„Für eine Mutter ist es Sünde, wenn sie ihr Kind nicht auf den wahren Weg führt“

Stehst das genauso im Koran? Dann ist dagegen meiner Meinung nach gar nichts einzuwenden (abgesehen vielleicht vom Begriff Sünde, den ich nicht mag) Aber man könnte den Satz doch so verstehen: Eine Mutter soll ihr Kind auf den wahren Weg führen.
Nun kann man sich streiten, was dieser wahre Weg ist. Nehmen wir mal an, Wahrheit ist subjektiv, dann ist es der Weg, von dem Deine Mutter ehrlich g l a u b t, dass es der wahre Weg ist- also z. B. der Islam. Nehmen wir an, Wahrheit ist objektiv und liegt dann aber bei Gott, dann wäre es der Weg, der zu Gott führt- nach Überzeugung Deiner Mutter wahrscheinlich auch der Islam. Aber der Rest des Satzes ist wunderbar eindeutig: Auf
d e n Weg soll die Mutter das Kind führen, nicht auf d e m Weg. Das heißt, sie soll es nicht das ganze Leben über auf seinem Weg zu Gott begleiten, sie soll ihm lediglich den Weg
z e i g e n, zu dem Weg h i nführen, der aus ihrer Sicht der wahre ist. Ich finde es völlig korrekt, dass christliche Eltern ihren Kindern einen Zugang zum Christentum ermöglichen genauso wie islamische Eltern ihren Kindern Wesentliches über den Islam erklären sollten oder wie Eltern, die sich mit Heilpflanzen oder Musik auskennen ihrem Kind einen Zugang zur Welt der Heilpflanzen oder der Musik zeigen sollten. Schließlich sind sie relativ kompetent und zuständig dafür und Eltern und andere Erwachsene müssen die Kinder Kultur erst lehren. Das sehe ich wirklich als eine Pflicht an. Dann aber, wenn das Kind den Weg als solchen erkannt hat und groß genug dafür ist, dürfen und sollten sie es allein lassen mit der Entscheidung, ob es diesen Weg in seinem Leben beschreiten möchte oder nicht. Da ist die freie Entscheidung, von der im Koran die Rede ist und ich sehe das überhaupt nicht als Widerspruch. Man kann sich nur für oder gegen einen Weg entscheiden, wenn man ihn als Weg erkennen, zumindest erahnen kann. Vielleicht ist das ein Kompromiss, den Du -sogar auf Grundlage des Korans- mit Deiner Mutter finden kannst: dass Du ihr ruhig zuhörst, wenn sie Dir etwas über ihren Glauben erklären will (weil Du weißt, dass das ein wichtiges Bedürfnis für sie ist, etwas, was sie als ihre heilige Pflicht ansieht), dass Du Dir aber trotzdem ganz klar Deine freie Entscheidung über Deinen persönlichen Weg bei allem Respekt auch von ihr nicht nehmen lässt-`schließlich steht es so im Koran, nicht wahr?

Mit Deiner Ethik-Lehrerin hattest Du ja richtig Spaß! Und der Rest der Klasse, vermute ich mal, gleich mit ;) Bei uns sagten die Lehrer in ähnlichen Situationen: "Überprüfen Sie doch bitte mal ihren sozialistischen Klassenstandpunkt!" ... Wir hatten manchmal auch Spaß...


und in Bezug auf Satanisten & Co

Dass Leute mit freiem Willen, egal zu was für lebensfeindlichen Taten dieser freie Wille sie womöglich führt per se besser sind als denkfaule oder ängstliche Mitläufer- das kann ich nicht finden. Ich mag zwar auch keine Mitläufer, und ungefährlich ist die schweigende oder johlende mitlaufende Masse auch nicht, aber dass mir ein erklärter Gegner grundweg sympathischer wäre, kann ich nicht sagen. Die Mitläufer kann ich ja vielleicht noch aufwecken aus ihrem Dämmerzustand, ihrer Angst oder ihrem Getriebensein, mit einem wirklichen Gegner, der mir oder meinen Lieben ganz konkret und freiwillig ans Leben will, bin ich im Krieg. Vielleicht kann ich ihn respektieren, lieben kann ich ihn nicht, so christlich bin ich (noch?) nicht.

Satanisten sollen Christen sein, Schwarzbunte? Verzeih, aber da werden wohl Christen und Satanisten gleich lautstark protestieren. Auch, wenn ein Teil der Satanisten sich vielleicht aus einer Anti-Haltung zu Christen definiert oder ähnliche Begriffe verwendet.
Es erscheint mir genauso absurd, als würdest Du sagen, Antifaschisten seien Faschisten, weil sie sich aus dem Gegensatz zu den Faschisten definieren und die selben Grundbegriffe verwenden. Oder Rechte seien Linke, Arbeitnehmer-Arbeitgeber. Gemeinsam haben all diese Gruppen doch nur dieses duale Weltbild, ein auf Gegensätzen beruhendes Denkschema- der Gegensatz ist aber in der Regel aus Sicht beider Seiten unversöhnlich- eine Identifikation mit dem Gegner eher schwierig. Man kann unter Umständen die Seite wechseln in diesem Spiel, aber nicht beides gleichzeitig sein.
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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   Mi Sep 15, 2010 4:42 am

Es gäb den Satanismus nicht ohne das Christentum, das ist das Problem. Deshalb sind sie für mich Christen -ich sage das nicht, um Christen zu ärgern, ich mache auch nicht die umgekehrte Aussage, daß Christen ..... wären, so sehe ich die Welt nicht, aber Satanisten sind für mich unerwachsene Sprößlinge-. Aus heidnischen Kulten, die das Böse-Gut, Dunkel-Hell, Schwarz-Weiß anders verstehen, kann so etwas nicht hervorgehen. Es ist schon ein Maß an Degeneration erforderlich, um in solchen absoluten Gegensätzen zu denken. Daß sie sich dann anschließend auch bei heidnischen Kulten bedienen, ist nur Kosmetik, sie verbiegen dort alles in ihre Richtung, nehmen Tiefe nicht wahr.

Und die Erwähnung der Antifa, nu das sprengt das Thema. Wenn Du die ein bißchen näher kennenlernst (ich meine vor allem die, die aus dem Westen kommen, die vom Osten kenne ich nicht, die mögen anders sein), findest Du auch keinen richtigen Unterschied mehr. Ihre Art auszugrenzen und zu verteufeln läuft tatsächlich nach denselben Gesetzen der von ihnen vorgeblich bekämpften. (Das sage ich als durch und durch Betroffene, als germanische Heidin bin ich stets im Visier, und es gibt dafür keinen Grund). Aber Ende OT, da ist letztlich kein spirituelles Thema.

Das ist ja sowieso ein Problem der Psychologie. Was man bekämpft, trägt man oft in sich. Und der Kampf offenbart dann nur die eigene Unfreiheit. Wahre Spiritualiät führt zur Erkenntnis solcher Verdrehungen und man wird fähig, das, was man im Außen bekämpft, in sich anzunehmen, zu heilen und es zu überwinden.

Wenn Du mit spirituell orientierten Christen oder Muslimen Kontakt hast, merkst Du auch sofort den Unterschied. Sie können sein lassen, was ist, das ist. Sie sind nur immer in der absoluten Minderheit. Zu Zeiten der politischen Herrschaft ihrer jeweiligen Religionen sind sie selbst höchst bedroht. Heute in unserer Gesellschaft gehören sie dann zu den wenigen, die ihre Religion überhaupt noch ernst nehmen, ich meine jetzt die Christen, die nicht bloß so in der Kirche sind. Der Islam ist ja insgesamt in einer ganz anderen Entwicklungsphase.
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