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 Diskussion über andere Religionen [grob]

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AutorNachricht
natrix



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BeitragThema: Warum? Warum töten fanatisierte Gläubige? Sind Religionen gefährlich?   Di Nov 16, 2010 3:48 am

Angesichts des neuerlichen, durch Erlebnisse im Familienkreis ausgelöste WARUMS von Neptun möchte ich an den vorhergehenden Beitrag von Jane erinnern und anschließen:

nicht der Glaube löst Kriege und Morde aus, es ist immer wieder die Angst- übersteigerte Angst.

- Angst vor dem Fremden, das die eigene Weltsicht oder den eigenen Glauben bedroht, ohne den mancher Mensch keinen Halt in der Welt oder kein Heil nach dem Tod zu finden fürchtet

- Angst, nicht genug (Land, Nahrung, Geld, Frauen, Macht, Arbeitsplätze, Wasser, Bodenschätze...) zu bekommen oder zu verlieren, was man hat (insofern sehe ich die Angst auch als die Mutter der Gier)

- Angst vor dem Tod (vielleicht verbirgt sich diese Angst unter manch anderen Ängsten)- aus dieser Angst heraus töten Menschen diejenigen, die ihnen oder Menschen ihrer Gemeinschaft scheinbar direkt oder indirekt nach dem Leben trachten

- Angst vor Krankheit und Siechtum- in manchen Kulturen tötet(e) man z. B. behindert geborene Kinder, weil man annahm, dass von ihnen eine wie auch immer geartete Bedrohung für die Gemeinschaft ausgeht (vielleicht könnte diese Krankheit sich ausbreiten oder sie könnte Ergebnis des Wirkens böser Mächte sein)

- völlig irrationale Angst vor dem Bösen, dem Teufel, dem Abgründigen, dem Allerschlimmsten, dem kaum Vorstellbaren, dem Nicht-Menschlichen, das man in einzelnen Menschen oder Gruppen zu erkennen glaubt- besonders die irrationale Angst verleitet zu unmenschlichen, irrationalen Taten

... die Liste ließe sich wahrscheinlich fortsetzen


Warum wir keine übersteigerte Angst haben sollten:

Wenn uns Angst,Unverständnis und Hass begegnen und wir deswegen in große Angst verfallen, ist die Gefahr groß, dass wir uns in das verwandeln, wovor wir uns fürchten.

Ein wenig Angst ist sehr hilfreich, macht uns wach, schärft unsere Sinne, panikartige Angst aber lähmt oder führt zu völlig irrationalem, uns und andere gefährdendem Handeln.


Wenn wir uns ganz speziell historisch vielfach verbürgte Fälle von Hexenverfolgung ansehen, die sich auf Mitglieder ein und derselben Familie oder Sippe erstreckte, fällt auf, dass es in der Regel allernächste Verwandte waren, die in die Verfolgung einbezogen wurden, weil man befürchtete, dass die Neigung oder der Kontakt zum Bösen etc. direkt von der Mutter zur Tochter oder schon seltener vom Mann zur Frau... vermittelt war. Ich selbst kenne keine Fälle, wo entfernt lebende Neffen oder Nichten... verfolgt wurden. Ursache ist ja die Angst, und die Angst bezieht sich auf das Gefühl der Gefährdung der dort lebenden Menschen. Die fühlen sich viel eher gefährdet durch jemanden aus der Nachbarschaft und aus ihrem eigenen Kulturkreis, als durch irgendwelche entfernt lebenden Leute.
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Vampir-Hanyou
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BeitragThema: Re: Diskussion über andere Religionen [grob]   Sa Sep 03, 2011 5:46 pm

Ich weiß nicht, warum ich hier nicht mehr geantwortet habe, das tut mir leid, natrix, denn ich finde deinen Beitrag ziemlich interessant!

Du sagtest,
Zitat :
Nun kann man sich streiten, was dieser wahre Weg ist. Nehmen wir mal an, Wahrheit ist subjektiv, dann ist es der Weg, von dem Deine Mutter ehrlich g l a u b t, dass es der wahre Weg ist- also z. B. der Islam. Nehmen wir an, Wahrheit ist objektiv und liegt dann aber bei Gott, dann wäre es der Weg, der zu Gott führt- nach Überzeugung Deiner Mutter wahrscheinlich auch der Islam. Aber der Rest des Satzes ist wunderbar eindeutig: Auf
d e n Weg soll die Mutter das Kind führen, nicht auf d e m Weg. Das heißt, sie soll es nicht das ganze Leben über auf seinem Weg zu Gott begleiten, sie soll ihm lediglich den Weg
z e i g e n, zu dem Weg h i nführen, der aus ihrer Sicht der wahre ist.

Nun ja - das Problem ist meiner Meinung nach hier nur, dass es heißt, ein Mensch soll aus freien Beweggründen glauben. Das steht genauso drin - meine Mutter aber erzählt mir immer und immer wieder, vorallem wenn ich meine Gebete nicht lerne [entschuldigt mal - ... aber es ist so hirnrissig. Was soll ich ein Gebet in einer anderen Sprache lernen, wenn ich den Glauben an "Gott" doch sowieso hab? nur in einer anderen Form?], dass sie mich dazu bringen muss als Mutter. Weil ich ihr sonst am Tag des Jüngsten Gerichts alles vorhalten würde - ich will echt nicht sagen, ich bin anders als zig Millionen Menschen ihren Eltern gegenüber - aber ich will sagen, dass 'zig millionen Menschen ihren Eltern genauso wenig etwas vorhalten würden wie ich. Meine Mutter weiß nicht ansatzweise, was ich alles für mich behalte damit die Familie noch 'zusammen' bleibt. Nicht für mich, sondern für meine Eltern - ihr Weltbild wäre komplett zerstört, wenn ich sagen würde, was man mri teilweise erzählt hat. Was man mir teilweise angetan hat,damit ich mich mit ihnen zerstreite. Ich kann ihr nicht vorhalten, dass sie's nicht weiß und deswegen meint, ich sei eine von vielen Idioten, die ihre Eltern für alles schlechte verantwortlich machen - aber wenn ich etwas weiß, dann, dass meine Entscheidungen von mir getroffen werden und dass ich das auch dann weiß, wenn andere es der Einfachheit halber auf die anderen schieben. So. Soviel dazu.

Ich sage nicht, dass es falsch ist, einem Kind den Stups in die Richtung zu geben, die man selbst für richtig hält. Ich würde auf Teufel komm raus, der Fall der nie eintreten wird - sollte ich ein Kind bekommen, werd ich alles dafür tun, dass es keins von diesen Teenagern wird, die sich jedes Wochenende die Kante geben. Weil ich es für Unnötig und Dumm halte. Es ist aber nicht falsch, sich jedes Wochenende die Kante zu geben, wenn man dass denn will. Denn wenn ein Mensch will, dann will er unbedingt - es würde mir niemals passen, aber ich würd das Kind machen lassen und hinter ihm stehen, damit es selbst erkennt. Für sich. Ich lebe sein Leben schließlich nicht, ich pass nur drauf auf, dass er immer wieder aufstehen kann. Sagt mir ruhig, ich bin eine Rabenmutter, das weiß ich schon längst - aber genau das selbe gilt für mich auch wenn es um Drogen geht. Solange niemand anderes verletzt wird, außer die Person, die die Tat vollbringt, lasse ich sie machen. Wenns aber darum geht andere zu Mobben oder Tiere zu quälen - gnade dem Blag, das kommt mir absolut auch als Besuch nicht ins Haus.

Jedenfalls, ich weiche immer wieder vom Thema ab - .. es ist meiner Meinung nach kein freier Glaube mehr, wenn man das Kind mit dem Spruch "Ich komm in die Hölle, ich muss mich dafür verantworten, dass ich dir nichts beigebracht hab!" unter Druck setzt. Und allein aus diesem Grund werde ich meiner Mutter niemals sagen können, dass ich nicht an die Form des Gottes glaube, an die sie glaubt. Ich glaube daran, dass ein Mensch frei sein muss, um auch nach dem Tod glücklich zu sein. Ich glaube an die Natur, die mich nährt. An die Gerechtigkeit - an die Reinheit der Seele.
Und ich weiß auch, dass wenn meine Mutter erst mal denkt, sie hat versagt, wird sie das auch mit in den Tod nehmen. ... vielleicht versteht ihr ja, wie ich die Sache mit dem oben genannten Druck meine.


Liebe Grüße und so~
Hexi.

_________________

Leb deinen Traum~ denn er wird wahr.
Geh deinen Weg, stelle dich der Gefahr
Alles was wichtig ist~ wirst du erkennen wenn die Zeit gekommen ist.~
Greif nach den Sternen, du bist bereit.
Glaub an dich, bald ist es soweit - wir werden bei dir sein~
Sei~ bereit.



~

Das ist nicht wahr! Ein Herz kann noch so schwach sein und manchmal auch nachgeben. Aber ich hab gelernt, dass es tief im Innern ein Licht gibt, dass nie erlischt!

~

可愛さ余って憎さ百倍
"Kawaisa amatte nikusa hyakubai."
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