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 Seelenwanderung

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Rash'amadar
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BeitragThema: Seelenwanderung   Sa Sep 18, 2010 11:40 am

Ich weiß aus ein paar früheren Leben von mir.

Grundsätzlich möchte ich anmerken, dass zwar die Diskussionen wer mal wer gewesen ist sehr fruchtbar sein können - aber auch sehr nervig.

Was mich irritiert sind die zig Personen, die mal der und der waren (hist. Persönlichkeiten) - einer war es jedoch! Und wenn diese eine Person im Heute und Jetzt davon erfährt wer sie mal war ... dann ist das verstörend und führt eher zu der Reaktion: "Ja nee is klar"

Mir wurde mal von anderer Ebene gesagt, dass es ja jemand gewesen sein muss und dieser Jemand auch durchaus wieder inkarniert sein kann ... und dass das Wissen wer man ist - nicht gerade zu einer Vereinfachung führt.

Jemand der wirklich eine Person war, die es in der Geschichte geschafft bewahrt zu werden - der wird seine Probleme damit haben, wenn er es erfährt und seltenst damit hausieren gehen.

Reinkarnationsthemen sind sehr persönliche Themen, die dazu dienen etwaige Erlebnisse zu verarbeiten und im Jetzt klar zu kommen damit - damit sich vielleicht Muster auflösen können, um wirklich ganz zu werden.

Anmerkung: Dieser Thread ist eine Abteilung des Themas"Wisst ihr von euren vorherigen Leben?"

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Love can be found everywhere ... we are sometimes just to blind to see! Open your eyes to see the beauty of love - even in the darkness
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BeitragThema: Re: Seelenwanderung   Sa Sep 18, 2010 1:05 pm

Die Lehre über die Wiedergeburt kann auch vielschichtiger sein. Von manchen wird es so verstanden, daß wir aus mehreren Elementen zusammengesetzt sind, die sich nach dem Tod trennen. Diese Zusammensetzung wird so nie mehr wieder auftreten. Die einzelnen Elemente werden dann im nächsten Leben wieder mit anderen zusammentreffen.

(ich schreibe hier so wischiwaschi von Elementen, weil ich mir die Einzelheiten nicht gemerkt hat. Sollte es sich wirklich so verhalten, ist es wirklich erst mal verstörend, ich glaube, mein Gedächtnis hat deshalb vorsorglich erst mal nicht viel von dieser Lehre aufgenommen).

Sollte das zutreffen, dann würde das zumindest die Möglichkeit zulassen, daß zwei oder drei verschiedene Menschen zur selben Zeit die Erinnerung teilen. Sehr schön gezeigt wird das in dem Film Little Buddha (kann man wirklich gucken, hat mir gut gefallen).

Mir persönlich fällt es schwer mir das vorzustellen, also es zu glauben. Aber man soll nie nie sagen, wer weiß schon alle Einzelheiten.
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Ashmodai
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BeitragThema: Re: Seelenwanderung   Sa Sep 18, 2010 1:14 pm

Das ist eine Sicht der Dinge, die für mich persönlich so nicht zutrifft.
Ich bin immer die gleiche Seele durch alle Leben hier unten hinweg. Nick
Aber es mag durchaus sein, dass sich da welche aufspalten. Wenn es für sie okay ist und besser für irgendwas, wieso auch nicht?

_________________
...and my part's more than this life's flame or spark...
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BeitragThema: Re: Seelenwanderung   So Sep 19, 2010 8:46 am

*klugscheiß*. Das ist ja gerade der Punkt, würde jemand sich bewußt sein, daß seine Erinnerung an dies und dies Leben nur aus diesem Teilaspekt herrührt? Es könnten dann eben drei oder fünf Leute (je nach dem, wie viele dieser „Elemente“ man annimmt) dieselbe Erinnerung haben und sie hätten alle recht. Und es wäre eben nicht so, daß man sich dieses Teilaspektes bewußt würde. Es geht -soweit ich es verstanden habe- nicht um eine Wahrnehmung dieser Gespaltenheit, sondern um ein Annehmen dieser Lehre von der Zusammenfügung der Seele. Was dazu führt, daß man sich selbst relativiert, weniger wichtig nimmt und daß man mehr und stärker die Verbundenheit mit allem akzeptiert.

Wenn man so will eine kleine und konkreter faßbare Ausformung der großen buddhistischen Lehre, daß alle Menschen nur Teilsapekte sind.

Ich finde diese Theorie, diesen Glauben irgendwie erschreckend oder verstörend. Aber ich finde halt kein Argument, es zu widerlegen –was beim Glauben ja nicht möglich ist, ich weiß-. Wenn es so ist, ist es so. Es ist nichts, was man fühlen kann. Es ist Glaubenslehre, an der man im Nachdenken im entsprechenden System sicher wachsen kann. Daß es aus buddhistischer Überlieferung kommt, ergibt da schon einen Sinn, das große Ziel des Buddhismus ist es ja, das Anhangen an allem zu überwinden. Und so ein Kulturschock ist da ganz passend.

Bin echt froh, daß ich Heidin bin und das nicht glauben muß. Aber ich halte mich offen für alle Möglichkeiten und interessant ist so ein Weltbild jedenfalls schon.
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BeitragThema: Re: Seelenwanderung   So Sep 19, 2010 9:16 am

...diese Theorie erinnert mich ein wenig an Platos Kugelwesen.
Die Überlegung, daß alle Wesen Teilaspekte der Einheit sind, finde ich interessant.

Liebe Schwarzbunte, warum erschreckt Dich diese Theorie?
Wenn man dem weiter folgt, würde man alles, was man anderen Menschen tut, Positives und Negatives, sich selbst tun - da man ja ein Aspekt des Ganzen ist. Das könnte doch dazu führen, daß man alle anderen Wesen so annimmt, wie sie sind, weil man fühlt, daß man mit ihnen in der Einheit verbunden ist.
Damit wären Toleranz, Frieden und Harmonie keine leeren Worte mehr, sondern können aus dem Augenblick und der Bewußtheit gelebt werden.
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BeitragThema: Re: Seelenwanderung   So Sep 19, 2010 9:43 am

Ich bin halt sehr individuell :D

Daß wir alle verbunden sind, ja, das glaube ich schon. Ich verstehe aber das Leben in subjektiv getrennten Einheiten als Geschenk, das nicht zurückgefordert wird. Der buddhistische Überbau ist einfach nicht meins, auch wenn ich viele Teilaspekte ihrer Lehre wirklich bewundere und schätze. Sonst würde ich mir so etwas unbequemes ja gar nicht merken und drüber nachdenken.

Ohne mich als zusammengesetzt zu verstehen, sehe ich auch so schon in jeder Situation unterschiedliche Aspekte, halte nur seltenst eine Antwort für die richtige. Sondern sehe jede Wahl nur als ein Wahl unter Möglichkeiten, ohne Wertung. Daher brauche ich wahrscheinlich einen gedanklichen Überbau, der das relativieren ein bißchen runterschraubt, Fixpunkte im Universum, die unzähligen Ichs und die Götter usw. als Einheiten.

(Das geht jetzt schon OT: ich glaube auch nicht an die Unsterblichkeit der Seele, sondern daran, daß sie vergeht, wenn wir keine Verbindung mehr haben zur Materie. Die Verbindung sind für mich die Nachkommen. Was bleibt ist meiner Meinung nach ein Geist, der dann wählen kann, wieder anderswo mit einer neuen Seele anzufangen. Und selbst die Möglichkeit, daß dieser Geist gleichzeitig mehrere Seelen unterwegs hat, kann ich mir vorstellen. Das ist so halb wie im Buddhismus, nur daß ich halt an eine Vielzahl solcher Geister glaube und nicht nur an das eine einzige Zentrum.)
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BeitragThema: Re: Seelenwanderung   So Sep 19, 2010 9:47 am

Diese Verbundenheit lässt sich aber auch anders erklären als mit immer neu zusammengesetzten Seelenteilen.

Ich persönlich hab das Gefühl, dass ich sowas wie einen Bewusstseinskern hab, aber ringsherum doch mit allem verbunden bin, egal, wie weit weg diese Verbindungen sind. Und dass ich als Mensch nur auf einem Fleck sein kann, und das muss nicht unbedingt das Zentrum von mir sein.

Besser kann ich es nicht ausdrücken.

Bei den australischen Ureinwohnern gibt es wohl die Vorstellung, dass es zwei Seelenanteile gibt. Bei dem Tod eines Menschen teilt sich die Seele auf in eine Art "Persona" - das sind die persönlichen Eigenschaften, Geschichten, Vorlieben und Abneigungen - die zeremoniell in den Busch verjagt wird, und einen unsterblichen Wesenskern, der zu den Sternen aufsteigt und schließlich wieder in die irdischen Gewässer eingeht, um dort von einem Elternpaar in einem Traum geholt und wiedergeboren zu werden.

Nicht, dass ich mich in dieser Vorstellung komplett wiederfinde, aber ich find sie sehr schön. Und sie deckt sich mit der alteuropäischen Vorstellung der Seele (ursprünglich ist das Wort wohl abgeleitet von "vom See/Gewässer kommend"... ich müsste in meiner Diplomarbeit nachsehen, wenn jemand wissen will, wo ich das herhab).

Grüße von Katherene
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BeitragThema: Re: Seelenwanderung   So Sep 19, 2010 9:56 am

@ Schwarzbunte,

Schwarzbunte schrieb:

ich glaube auch nicht an die Unsterblichkeit der Seele, sondern daran, daß sie vergeht, wenn wir keine Verbindung mehr haben zur Materie. Die Verbindung sind für mich die Nachkommen. Was bleibt ist meiner Meinung nach ein Geist, der dann wählen kann, wieder anderswo mit einer neuen Seele anzufangen. Und selbst die Möglichkeit, daß dieser Geist gleichzeitig mehrere Seelen unterwegs hat, kann ich mir vorstellen. Das ist so halb wie im Buddhismus, nur daß ich halt an eine Vielzahl solcher Geister glaube und nicht nur an das eine einzige Zentrum.)

Ich bin nicht sicher, ob ich Deinen Text so verstanden habe - wie Du ihn gemeint hast. Kannst Du mir bitte ausführlicher erklären, was die folgenden Worte für Dich bedeuten:

* Verbindung zur Materie/Nachkommen
* Geist und Seele
* Vielzahl der Geister

Mit herzlichem Gruß Jane in the Green
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Silas
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BeitragThema: Re: Seelenwanderung   So Sep 19, 2010 10:19 am

Nur bitte nicht zu sehr abdriften,sondern beim Thema bleiben.Oder ein neues Thema bezüglich dessen aufmachen ;)
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BeitragThema: Re: Seelenwanderung   So Sep 19, 2010 10:22 am

@ Jane in the Green: Vielzahl der Geister hier bezogen auf Geist des Menschen. (Das Wort Geist kann auch ganz anderes meinen, beim Sprechen und Schreiben denk ich dann selbst nicht dran).

Ich glaube es so: daß wir aus einem Geist bestehen, das absolute unvergängliche, das Geschenk des wahren spirituellen Seins. Dieser tritt auf Suche nach Erfahrung oder Selbstausdruck oder weil er dazu bestimmt wird in das materielle Leben ein, also das Irdische.

Die Verbindung von Erde und Geist ist die Seele. Also die Person, die ich jetzt bin. Person als Fremdwort paßt da sogar ganz gut: Maske. Das jeweilige Ich ist die Maske, die ich jetzt annehme und die ich lebe. Durch sie hindurch drückt sich bruchstückhaft das wahre Innere, der Geist aus.

Was geschieht mit der Seele, wenn der Körper stirbt? Bleibt sie als nicht körperliches Wesen erhalten oder vergeht sich auch? Ich glaube, daß sie vergänglich ist und letztlich in dem Geist, aus dem sie hervorgeht, wieder aufgeht, aufgehen kann. Und ich glaube, daß die Verbindung zur eigenen Familie der Hauptgrund ist, wenn die Seele nicht wieder aufgeht im Geist. Was sogar auch zur Wiederverkörperung führen kann.

Dem steht entgegen, daß viele ja sagen, daß sie durch die Welten an verschiedenen Orten inkarnieren. Vielleicht hat die Seele größere Freiheit als ich denke.

Vielzahl der Geister, damit meine ich dann also Vielzahl Menschengeister, die sich als Seelen im Leben darstellen. Wohingegen der Buddhismus ja alles aus nur Einem hergehen sieht, bzw. das große Nirvana. Ich denke halt, daß es viele kleine Ursachen gibt, auf menschlicher Seite, auf der Seite von Tieren natürlich auch, und auf der Seite der Geistwesen auch.

@ Katherene: ja, ganz genau. Da ist ja interessant, daß die Aboriginees das so ähnlich sehen. Die Seele, aus dem Wasser kommend, Saiwalo. Das ist für mich so viel mehr vorstellbar und verstehbar. Das Wasser als Bild des Geistes.

P. S. Silas, ja irgendwie ists ein neues Thema, aber andererseits ja auch die allgemeine Vorstellung von Seelenwanderung, die ja Voraussetzung ist für den Glauben an die individuelle Erinnerung. Bei strengen Christen sind ja Rückerinnerungen z.B. Ausdruck von dämonischer Besetzung. Hm, Du könntest es ja aufteilen, dann bleiben diese Beträge zusammen.
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BeitragThema: Re: Seelenwanderung   So Sep 19, 2010 10:42 am

Liebe Schwarzbunte,

ich verstehe, vielen Dank für Deine in Worte gemalten Bilder.

Mit herzlichem Gruß Jane in the Green
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BeitragThema: Re: Seelenwanderung   So Sep 19, 2010 11:49 am

Gut,ich werde das Thema dann abteilen und es vorerst "Seelenwanderung" nennen.Falls euch was besseres einfällt,nur raus damit ^^

EDIT: Ist geschehen.
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BeitragThema: Re: Seelenwanderung   So Sep 19, 2010 1:03 pm

Mir fällt da noch ein Bild ein, aus einem der Bücher von Penny McLean. Sie erklärt es ähnlich, im Grunde noch weniger angenehm als das tibetische Bild. Also die Tibeter haben da genau definierte Teile, die sich zusammensetzen (sagen wir mal, Gefühl und Wille und sowas, aber es sicher nicht genau so).

Mclean nur erklärt es so: es gibt da eine Badewanne voll mit mehreren hundert Teilchen. Und wenn eine neue Inkarnation ansteht, dann wird mit dem Schöpflöffel geschöpft und da was rausgeholt. Aber eben nicht alles, und eben nicht in jeder Inkarnation dasselbe. Bis hierhin komme ich noch mit. So, wie man sich nicht an alles erinnern kann, so hat man sicher Wesenseigenheiten und Gaben, die zwar möglich wären, die aber zurückblieben. Im einen Leben sehr intelligent, im nächsten vielleicht nicht so klug, dafür aber herzlich. Sie führt dann aber auch aus, daß eben an dieser Badewanne immer mehrere Individuen beteiligt sind.

Hier kommt mir dann sehr zupaß, daß ich ihre ganze Lehre zur Numerologie auch nicht gut finde, da kann ich das dann gut ignorieren. Aber es geht in dieselbe Richtung. Es ist eine nicht ungewöhnliche Sicht, auch wenn sie mir nicht gefällt, muß ich das anerkennen.

Letztlich denke ich auch, daß alles stimmen kann, daß eine solche und ebenso die entgegengesetzte andere Lehre einen Hintergrund haben können. Es müssen ja auch nicht alle Menschen auf geistige Weise gleich geartet sein. Es mag ja sein, daß wie der Buddhismus es lehrt, es eine große Anzahl von Menschen gibt, die alle nur aus ein und derselben Ursache kommen und sich nur scheinbar als Individuen erleben. Und daß auf der anderen Seite es tatsächlich Menschen gibt, die als einziger Repräsentant einer Ursache hier sind.

Zu welcher Vorstellung ein Mensch sich bei freier Wahl neigt, das wäre dann auch günstigstenfalls die passende Vorstellung für sein Sein.

Selbst die streng christliche Vorstellung von der Fremdbesetzung kann ich dann als eine Variante stehen lassen. Denn als Unfall kann das sicher vorkommen, daß eine Erinnerung fremd induziert ist. Man soll nur nicht allen Leuten, die sich erinnern, damit Angst machen. Wenn ein Unglück passiert, gibt’s auch immer Heiler, die damit umgehen können.
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BeitragThema: Re: Seelenwanderung   So Sep 19, 2010 6:20 pm

Liebe Schwarzbunte,

nun muß ich nochmal nachfragen - wie definierst Du den Begriff Wiederverkörperung? Will sagen, religiöser Kontext oder ähnliches....

Mit herzlichem Gruß Jane in the Green
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BeitragThema: Re: Seelenwanderung   So Sep 19, 2010 6:31 pm

Für mich ist es die in sich geschlossene Seele, die in einem neuen Leben erwacht. Die sich mehr oder weniger an frühere Leben erinnern kann (ich selbst glaube nicht an diese verschiedenen Versionen der Aufspaltung). Sie bringt auch mehr oder weniger von ihren Möglichkeiten mit. Ganz platt: wenn Du ein Bein verlierst, ist das eine körperliche Einschränkung, aber der innere Mensch hätte die Möglichkeit, zwei Beine zu beleben. So sehe ich auch Charaktereigenschaften, Fähigkeiten, die aus äußeren Gründen brachliegen können, die dann vielleicht in einem anderen Leben wieder zum Tragen kommen.

Diese Seele halte ich dann für den Weg des Geistes durch die Zeiten und Orte, also durch die materielle Welt.

Ob der Geist, den ich für das Zentrum des Ichs halte, gleichzeitig mehrere Seelen von sich aus aussendet, das halte ich für möglich. Ohne daß ich darüber eine Bewußtsein oder eine Wahrnehmung hätte. Sagen wir mal, es verletzt meine "logischen" Prinzipien weniger.

Denn ich gehe davon aus, daß Zeit und Raum eine beschränkende Erfahrung unserer Welt ist. Von der anderen Seite sieht das anders aus. Ich würde von hier aus gesehen immer erwarten, daß ein Leben zu Ende ist. Dann erst fängt ein neues an. Bin ich mir bewußt, daß Zeit eben nur meine Erfahrung ist, kann das von der anderen Seite aus gesehen auch ganz anders laufen.
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BeitragThema: Re: Seelenwanderung   So Sep 19, 2010 6:50 pm

Ist dann der Geist die unsterbliche Seite, und die Seelen sind die Ausformungen des Geistes?
Können brachliegende Charaktereigenschaften dann auch innerhalb eines Lebens wieder erweckt werden?
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BeitragThema: Re: Seelenwanderung   So Sep 19, 2010 7:49 pm

Ja, den Geist sehe ich als das absolut Unsterblich. (Im Grunde stirbt ja die Seele schon in einem Leben viele Tode; ich trage die Fünfjährige, die ich einmal war, zwar noch in mir, Erinnerung, Prägung, aber ich bin sie nicht mehr, vorbei.)

Ob man an alle Wurzeln rankommt, ja das ist ein interessante Frage. Ich weiß nicht einmal, ob meine Ansicht vom Geist sich bestätigen läßt, ob man fähig ist, wirklich diesen innersten Funken in sich zu finden.

Ich würde dann auch immer Vorsicht walten lassen, altes wiedergefundenes ist nicht automatisch der innerste Kern. Also z. B. Menschen, die sich als Frau im Männerkörper oder umgekehrt fühlen. Ist weiblich oder männlich sein eine absolute Eigenschaft? Ich weiß es nicht, ich würde aber doch eher vermuten, daß Reste aus einem früheren Leben die volle Identifikation verhindern, warum auch immer, daß es sich dabei um keine tiefe Eigenschaft handelt.

Man kann zwar glauben zu wissen, aus welchem Geist man in der Tiefe ist, aber das ist kein Beweis. (Also natürlich habe ich meine persönliche Theorie, aber das, was man so denkt und wahrzunehmen meint, ist halt doch oft heiße Luft, wer weiß.)

Im Grunde denke ich, daß ein bewußt geführtes Leben der Versuch ist, das in sich zu finden und zu verwirklichen. Und ein unbewußtes Leben läßt sich eben treiben, hat mal mehr, mal weniger Glück. Alle spirituelle Suche ist doch Versuch zu verstehen und "anzukommen". Und wenn eben einer die volle Ruhe und Zufriedenheit in der buddhistischen Vorstellung findet und das in sich verwirklicht, dann muß es auch das richtige sein. Und wenn ich meinen Anker anderswo gefunden haben, ist das für mich das richtige.

Und im Zweifel hatten wir eben alle zumindest zufriedenstellende Zwischenergebnisse und im nächsten Leben geht es weiter. Cool
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BeitragThema: Re: Seelenwanderung   So Sep 19, 2010 7:54 pm

...so schön ausgedrückt. Hug
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BeitragThema: Re: Seelenwanderung   So Sep 19, 2010 9:23 pm

Ich kann hier nicht argumentieren, sondern quasi nur eine Befindlichkeitsäußerung von mir geben. Also entschuldigt, wenn das nicht so logisch und zusammenhängend erscheint.

Eine Badewanne voller Teilchen, an denen mehrere Personen beteiligt sind?

Hm... wer sind denn überhaupt "mehrere Personen"? Wenn man annimmt, dass es überhaupt keinen festen Wesenskern gibt, dann kann man ja eigentlich schon gar nicht mehr von mehreren Personen sprechen...

Irgendwie hakelt es da bei mir.

Wenn ich jetzt mal von mir ausgehe, mir als jetzigem Individuum, dann sind natürlich daran immer mehrere Personen beteiligt, und zwar die Personen, die ich schon einmal "war" - und vielleicht auch die, die ich einmal sein werde. Das ist eine Gleichung mit vielen, vielen Unbekannten - im wahrsten Sinn des Wortes.

Und ich frage mich, welche Charaktereigenschaften dabei weitergegeben werden und welche nicht.

Ich kann mich jetzt nur da hineinfühlen, wo ich es weiß, und da kann ich sagen:

Derjenige, der ich einmal war, hat eine relativ große Schnittmenge mit der Person gemeinsam, die ich jetzt bin. Auch wenn es ein Mann war. Und zwar interessanterweise als etwa 20jähriger Mann weitaus mehr mit mir als erwachsener Frau als mit dem Teenie, die davon geträumt hat. Jetzt erkenne ich mich in der Denkweise in ihm wieder. Damals war er mir fremd.

Der weitaus größere Teil des Erkennens, wer ich eigentlich bin, nicht als Jetztmensch, sondern überhaupt, ist eher wie... naja, es ist wie ein Eisberg, dessen größter Teil unter Wasser ist. Was drüberragt, ist das, was ich erkunden kann. Und manchmal erhasche ich einen Blick ins Wasser. Und vielleicht wage ich es, darunter zu tauchen. Oder der Eisberg verrutscht und ein neuer Teil taucht aus dem Wasser auf.

Gut, ich habe mich schon immer als fremdartig empfunden. Und ich habe die Gewissheit, dass ich die Zeiten überdauert habe. Nicht als Badewanne voller Einzelteile, sondern als Wesen. Dieses Bewusstsein ist noch relativ neu. Aber ich sehe die Inkarnationen, die "ich" einmal war, und die, die "ich" sein werde, trotzdem getrennt von mir an.

Ich habe irgendwo gelesen, dass es unter manchen, die sich als inkarnierte Sidhe fühlen, den Glauben gibt, wenn sie in dem Leben nicht erkennen, wer sie sind, nicht erwachen, dann verlieren sie sich und werden nicht mehr wiedergeboren. Es führt zu weit, das jetzt hier zu diskutieren, aber ich finde es einen faszinierenden Gedanken, jetzt mal ganz allgemein. Erkenne, wer du bist, oder du verlierst dich... Das kann ja vielerlei bedeuten.

Was die Geschlechterform betrifft: Ich denke, die meisten von uns haben unsere Präferenzen, ob wir uns eher als Frau oder Mann sehen. Und ich glaube, es ist ganz gut, sich auch mal in einem anderen Geschlecht zu versuchen, um nicht einseitig zu werden. Aber die Präferenzen bestehen. Sonst wäre die Verzweiflung bei vielen, die sich im falschen Geschlecht fühlen, nicht so groß. Warum manche es nicht ertragen und andere mit den gegengeschlechtlichen Anteilen zufrieden sind, hab ich überhaupt keine Ahnung.

Naja, genug herumspekuliert...

lG Katherene
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