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 Das schwarze Loch in der Seele...

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Mrs.Spirit
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BeitragThema: Das schwarze Loch in der Seele...   Mo Mai 02, 2011 6:46 pm

Hallo Ihr Lieben,

vorab: hab das Thema bei Schamanismus eingestellt, weil es um die Seele geht. Falls es woanders besser passt, verschieb ich es gern.

"Unser anerkannter Wert in der heutigen Gesellschaft misst sich vornehmlich daran, wie viel und wie teuer wir konsumieren und wie teuer wir uns mit unserer Arbeitskraft verkaufen oder einkaufen. Nicht daran, ob wir liebevolle Eltern, verantwortungsbewusste Mitmenschen, loyale Partner, charismatische Lehrer oder wohlwollende Freunde sind.
Das war nicht immer so: die früheren Kulturen, speziell meine Vorfahren, die Kelten und Germanen, lebten eingebettet im Jahreskreislauf der Natur. Diese Menschen „arbeiteten“ nicht mehr als zwei oder drei Stunden pro Tag, um ihre materiellen Bedürfnisse zu erfüllen, inklusive der Nahrungsbeschaffung durch Jagen und Sammeln. Ansehen und Wert des Menschen in ihrer Kultur wurden bestimmt durch immaterielle Eigenschaften wie: Gastfreundschaft, Großzügigkeit, Loyalität, Kunstfertigkeit, Mut, Religiosität, Sippenzugehörigkeit und Gemeinschaftsleben.
Materieller Wohlstand nährt den Geist nicht, füllt nicht das schwarze Loch in der Seele." (Text ist urheberrechtl. geschützt
)

Meine ganz konkreten Fragen nun an Euch:

1. Konsum dient oft dazu, Gefühle zu kompensieren. Wie habt Ihr Euer Verhalten geändert? Was ich damit meine ist nicht: ich nehme ein heißes Bad, oder zünde Räucherstäbchen an, statt Einkaufen zu gehen - sondern eher so ausgefallene Sachen wie: ich mache einen Handstand, dann sieht die Welt ganz anders aus, oder: ich erfülle einem anderen Menschen einen Herzenswunsch, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

2. Legt Ihr Wert auf diese immateriellen Eigenschaften, und wenn ja, welche stehen bei Euch besonders hoch im Kurs?

3. Wie (er)lebt Ihr diese Werte in Euch selbst, in Eurem persönlichen Umfeld und in der Gesellschaft (d.h. gegenüber fremden Menschen)?

4. Spricht Euch mein Text an? Möchtet Ihr gern mehr zu diesem Thema erfahren?

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Silas
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BeitragThema: Re: Das schwarze Loch in der Seele...   So Jun 05, 2011 2:16 pm

Zitat :
2. Legt Ihr Wert auf diese immateriellen Eigenschaften, und wenn ja, welche stehen bei Euch besonders hoch im Kurs?

Hmmm.Irgendwie beginnt man erst,bewußt darüber nachzudenken,wenn man gefragt wird....

Ich würde sagen bei mir ist es unter anderem Hilfsbereitschaft.Anderen zu helfen ohne etwas dafür zu verlangen - ob nun Geld oder auch nur Dank.Was schwer ist.Denn man tut etwas für jemanden und wartet darauf,dass derjenige sich bedankt.Aber das ist ja nicht automatisch gegeben in der heutigen Zeit,wo viele einfach keine Ahnung mehr von gutem Benehmen haben.

Mir macht das mittlerweile nicht mehr so viel aus,wenn jemand sich nicht bedankt.Wenn jemand sich einfach über meine Hilfe oder das was ich tue freut,ist mir das Dank genug.

Joa,das ist das was mir so zu dem Thema einfällt.Ist aber ein interessantes Thema.

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natrix



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BeitragThema: Re: Das schwarze Loch in der Seele...   Mi Jun 08, 2011 12:30 am

Ja, Silas, Du bist w i r k l i c h hilfsbereit; und man merkt, dass Du es ehrlich meinst und nichts dafür erwartest. Und was ich genauso wichtig finde: Du zwingst niemandem Deine Hilfe auf.

Für mich ist Ehrlichkeit sehr wichtig. Mit Sippenzugehörigkeit kann ich nicht viel anfangen- das klingt mir so nach: man muss immer auf Seiten seiner Familienangehörigen stehen, selbst wenn diese im Unrecht sind- so empfinde ich nicht. Aber vielleicht verstehe ich den Begriff ja auch falsch. Aus den gleichen Gründen habe ich Schwierigkeiten mit dem Begriff Loyalität. Wenn dies aber bedeutet, zu einem einmal gegebenen Versprechen zu stehen, bin ich einverstanden. So gehört es sich z. B. nicht, dass ich meinem Arbeitgeber die Kunden wegnehme- auch wenn ich die Möglichkeit dazu hätte- oder innerbetriebliche Informationen ausplaudere, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind. Wenn sich aber mein Chef in irgendeiner Form gegen das Leben richtet, sehe ich keinen Anlass mehr für Loyalität- da handle ich nach meinem Gewissen.
Und Gastfreundschaft... ich mag Gäste, aber ich behandle sie im Wesentlichen genauso wie Familienangehörige, solange sie in meinem Haus sind. Ich teile gern (fast) alles mit ihnen und ich habe auch kein Problem, wenn sie beim Abräumen helfen wollen.
Genauso bin ich auch der Meinung, dass ruhig alle Leute, die meinen, dass es ihnen in Deutschland besser gehen könnte, ruhig herkommen sollen. Das scheint mir eine Art kleiner Ausgleich für die Ungerechtigkeit, die im internationalen Wirtschaftssystem herrscht...
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HexenTochter
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BeitragThema: Re: Das schwarze Loch in der Seele...   Mi Jun 08, 2011 10:49 am

Sowohl Hilfsbereitschaft als auch Ehrlichkeit sind Dinge, die heutzutage ziemlich ausgenutzt werden. Oder an denen man selbst kaputt gehen könnte. Ich bezweifel zwar, dass Silas sich unterkriegen und ausnutzen lässt und dass natrix aufgrund ihrer Ehrlichkeit benachteiligt wird - ... aber trotzdem sind es Dinge, die ganz schön schief gehen können.
Gerechtigkeit steht bei mir ganz oben.. Damit meine ich jetzt keinen Richter und auch keine Selbstjustiz, ich meine nur dass ich für mich selbst immer das für mich richtige entscheiden möchte. Und so, dass weder jemand bevorzugt, noch irgendwer benachteiligt wird.

Wieso reagiert man eigentlich immer auf Threads, nach dem andere reagiert haben..? ô.o ... höchst eigenartig. xD

Liebe Grüße~
Hexi

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Das ist nicht wahr! Ein Herz kann noch so schwach sein und manchmal auch nachgeben. Aber ich hab gelernt, dass es tief im Innern ein Licht gibt, dass nie erlischt!

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Silas
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BeitragThema: Re: Das schwarze Loch in der Seele...   Mi Jun 08, 2011 11:24 am

Zitat :
Ja, Silas, Du bist w i r k l i c h hilfsbereit; und man merkt, dass Du es ehrlich meinst und nichts dafür erwartest. Und was ich genauso wichtig finde: Du zwingst niemandem Deine Hilfe auf.

Danke Rot werd

Zitat :
Für mich ist Ehrlichkeit sehr wichtig. Mit Sippenzugehörigkeit kann ich nicht viel anfangen- das klingt mir so nach: man muss immer auf Seiten seiner Familienangehörigen stehen, selbst wenn diese im Unrecht sind- so empfinde ich nicht. Aber vielleicht verstehe ich den Begriff ja auch falsch.

Ohne dir nahetreten zu wollen - aber ich glaube das tust du.Loyalität oder Familienzugehörigkeit bedeutet ja nicht blindes Vertrauen.Es bedeutet eben,dass man für seine Familie da ist und zusammenhält.Denn Familie kann einem Halt geben;bei mir zumindest ist das so und darüber bin ich sehr froh.Auch wenn ich nicht unbedingt der gesellige Typ bin und sehr viel Zeit für mich brauche.Aber wenns hart auf hart kommt,ist meine Familie immer für mich da - und ich für sie.


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natrix



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BeitragThema: Re: Das schwarze Loch in der Seele...   Do Jun 09, 2011 2:13 pm

Dann liegt ja vielleicht die Wahrheit in der Mitte? Bei "Sippe" denke ich an traditionelle Großfamilie, die alles einschließt, was den gleichen Namen trägt und irgendwie blutsverwandt ist, möglicherweise noch die angeheiratete Sippe mit dazu. In so großen Umfang fühle ich mich nicht verantwortlich. Mein starkes Gefühl von familiärer Verbundenheit und Verantwortung reicht bis zu meinen Großeltern, Eltern, Geschwistern, meinem Mann, unseren Kindern und künftigen Enkeln- aber Onkel, Tanten, Cousinen, Nichten, Neffen... gegenüber empfinde ich nicht so- da sind mir dann einige "Wahlverwandtschaften" bedeutend wichtiger.
"Wenns hart auf hart kommt", mache ich von Fall zu Fall, was ich für richtig halte. Beschützen wollen würde ich die, die ich liebe, immer. Aber das heißt nicht, dass ich bei etwas mitmachen würde, was in meinen Augen nicht akzeptabel ist.

Und ich glaube durchaus, dass es die Aufgabe der Familie ist (ob nun blutsverwandt oder selbst gefunden), für einen verlässlichen Rahmen zu sorgen, sodass die Heranwachsenden sich bestmöglich entwickeln können, dafür zu sorgen, dass sie haben, was sie unmittelbar zum Leben brauchen, dass sie sich geliebt und sicher fühlen und darüber hinaus möglichst reichhaltige Anregungen für ihre Entwicklung erfahren.
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Silas
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BeitragThema: Re: Das schwarze Loch in der Seele...   Do Jun 09, 2011 2:50 pm

Sehe ich auch so Nick

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wyrmchen

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BeitragThema: Re: Das schwarze Loch in der Seele...   Sa Jun 11, 2011 12:38 pm

Zuallerst einmal möchte ich anmerken, dass ich dem Text nicht vollends zustimme.

Der Konsum in unserer heutigen Gesellschaft hat einen hohen Stellenwert.

Nichtsdestotrotz lerne ich jeden Tag neue Menschen kennen, die einen hohen Wert auf immaterielle Eigenschaften legen und sich auch entsprechend verhalten.

Ich denke nicht, dass es so schlimm ist, wie beschrieben. Es liegt eher daran, dass wir durch die schlimmen Dinge im Leben zu schnell entmutigt oder verärgert werden, so dass wir unsere Augen vor den weniger auffälligen schönen Dingen im Leben verschließen.


Und nun zu den Fragen:

1. Ich habe mein Verhalten nicht grundlegend verändert. Doch gelegentlich gelingt es mir, nicht Sklave schlechter Gefühle zu werden.

Das erste, was ich bei dem Wunsch etwas zu kaufen oder zu konsumieren tue (sofern ich daran denke), ist, mich in Geduld zu üben und zu warten. Wenn ich es später immer noch genauso sehr möchte, dann bin ich mir dessen sicherer. Oft verliere ich aber nach einiger Zeit dann doch die Lust.

Mit einer augerwöhlicheren Methode kann ich dir leider nicht dienen, da es nie mehr bedurfte.


2. Ich lege viel Wert auf bestimmte Charaktereigenschaften. Besonders diese:

- Offenheit: Ich schätze es, wenn Menschen offen sind für neues. Ich erwarte nicht, dass jeder alles neue akzeptiert, aber genausowenig sollte man alles Neue von vornherein ablehnen. So wie ich erwarte, Andere von mir und meinen Ideen begeistern zu können, sollte ich anderen die Möglichkeit geben mich zu begeistern.

Dazu muss ich zuhören und über das gehörte nachdenken. Zumindest soweit, dass ich, wenn ich es ablehne ein besseres Argument angeben kann als "Das ist so, weil .... ist halt so".

- Eigenverantwortung: Ich schätze es, wenn Menschen eigenverantwortlich handeln. Wenn sie denken, bevor sie handeln und bereit sind, die Konsequenzen ihrer Taten anzunehmen und durchzustehen, ohne andere mit hineinzureißen. (Was jedoch nicht die Bitte um Unterstützung ausschließt .... lediglich die Erwartung, dass man diese Unterstützung auch erhalten wird)

- Mut zur Ehrlichkeit: Ich erwarte nicht von jedem Menschen, dass er oder sie immer ehrlich zu mir ist. Manchmal wünsche ich es mir sogar, wenn man mir bestimmte Dinge verheimlicht und ich weiß eine gut durchdachte Täuschung sogar zu schätzen. (Was nicht bedeutet, dass ich nicht immer verärgert bin, wenn man mich hinters Licht führt)

Aber ich schätze es hoch, wenn Menschen die Ehrlichkeit einer Lüge vorziehen, sofern eine Lüge keinen Vorteil bringt und zusätzlich noch meine Zeit verschwendet. Wenn man etwas nicht will, dann sollte man bitte einfach "Nein" sagen. Und wenn man gefragt wird, warum man es nicht will, es aber selbst nicht weiß oder einem der Grund dafür peinlich ist, dann ist es völlig in Ordnung zu sagen "Ich habe mir noch nicht ausreichend Gedanken darüber gemacht" oder "Ich fühle mich dabei nicht wohl / es hat persönliche Gründe"

Anderenfalls wird ein gutes Argument gegen die eigene blöde Ausrede vorgebracht und man muss entweder gegen seinen Willen zustimmen oder sich eine neue Ausrede suchen und man macht sich dabei lächerlich.

- Höflichkeit:

Ein "Nein, danke" macht nicht mehr Mühe als ein "Verpiss dich", und kann auch niemanden unnötig verletzen.

Sein Gegenüber ausreden zu lassen nimmt nur wenige Sekunden in Anspruch, macht aber alles was man selbst danach sagt glaubwürdiger und beugt unnötigen Missverständnissen vor.

- Eine eigene Meinung: Man sollte immer seine eigene Meinung vertereten, niemals die eines anderen. Das spart Zeit und Nerven, für alle Beteiligten und man macht sich nicht zum Trottel

Und wenn man keine Meinung hat, weil die Zeit oder das Interesse fehlte, sich eine zu bilden, dann darf man es gerne dabei belassen und auch offen zugeben. Auch das ist besser als "Blah".

Dazu gehört aber auch, zu akzeptieren wenn ein anderer mal keine Meinung hat und denjenigen nicht dazu zu nötigen, sich eine zu bilden.

- Zurückhaltung:

"Die Freiheit eines Menschen endet dort, wo die eines anderen beginnt"

Wir leben in einer Gemeinschaft. Ohne ginge es auch nicht. Wir müssen uns nicht immer lieb haben, aber zumindest müssen wir miteinander auskommen. Und dazu müssen wir auch anderen Menschen dieselben Rechte eingestehen, wie wir sie selbst in Anspruch nehmen.

Wenn ich einem anderen Menschen immer und immer wieder meinen Rucksack im überfüllten Bus ins Gesicht haue, darf ich mich nicht wundern, wenn der Geschädigte es mir gleich tut, und mir im Gegenzug seinen Schirm in die Kniekehle rammt. Der Aufwand, den Rucksack einfach in der Hand zu halten oder zwischen die Beine zu klemmen ist dann wohl doch weniger schmerzhaft.


Dies sind die Eigenschaften, die ich nicht nur schätze sondern auch erwarte, weil sie wenig bis keine Mühe und Zeit erfordern, aber das Zusammenleben von Menschen stark verbessern.

Andere Eigenschaften, wie z.B. Hilfsbereitschaft schätze ich ebenfalls, aber ich erwarte sie nicht automatisch von jedem Menschen.


3. Ich erlebe positive Eigenschaften leider nur sehr selten, und deshalb schätze ich sie auch so besonders. Wäre jeder Mensch von vornherein so, wie ich es mir wünschen würde, dann würde ich sie vermutlich auch nicht bewusst wahrnehmen, weil es nichts mehr besonderes wäre.

Selbst gelingt es mir leider auch nicht, die erwarteten Eigenschaften meinen Mitmenschen vorzuleben. Aber ich denke, allein dadurch, dass ich mir dessen bewusst bin, bin ich noch nicht hoffnungslos verloren. :D


4. Ich fände es nicht verkehrt, mehr über dieses Thema zu diskutieren. Und sei es nur, um sich in dieser kleinen Forengemeinschaft besser kennen zu lernen und stärker zusammenzuwachsen. Und wer weiß, vielleicht fällt dem einen oder anderen ja auch etwas auf, was er an sich selbst noch verbessern kann.
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BeitragThema: Re: Das schwarze Loch in der Seele...   Fr Jul 29, 2011 11:58 am

Ui ja man denk erst wirklich drüber nach wenn mans liest,
ich für meinen Teil finde ehrlichkeit und offenheit, sehr wichtig
weil so etwas in meiner Famillie nicht wirklich existiert.

Außerdem finde ich einen weiteren Punkt sehr wichtig, das man andere nicht bewusst beeinflussen sollte irgendwie zu sein oder etwas zu tun was sie nicht möchten, ich kenne vielle Menschen die das subtil sehrgut können, aber auch ich bin nicht immer ausgenommen davon, meist
merk ich es erst wenn ich mitten drin bin. Und denke *hubs* das ist aber nicht gerade die feine
englische art wie du deine Freundin zum Kino überredest obwohl sie sich wirklich nicht wohlfühlt
nur weil du nicht alleine gehen willst.

Tja Konsum ist für mich leider sehr wichtig, aber nur in speziellen Bereichen, etwa Bücher oder Filme
ich lebe leider in einer sehr autoritären Familie in der man versucht mich zu verbiegen, das schon
22 Jahre daher suche ich mir so ein Ventil für den einen oder anderen Angriff, wenn ich verletzt und traurig bin, und z.B. ein gutes Buch brauche als unterstützung um in eine andere Welt abtauchen zu
können.
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Soulbreaker
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BeitragThema: Re: Das schwarze Loch in der Seele...   Mi Aug 03, 2011 3:10 am

Wow! Toller Text und tolle Beiträge!!

>> 1. Konsum dient oft dazu, Gefühle zu kompensieren. Wie habt Ihr Euer Verhalten geändert? Was ich damit meine ist nicht: ich nehme ein heißes Bad, oder zünde Räucherstäbchen an, statt Einkaufen zu gehen - sondern eher so ausgefallene Sachen wie: ich mache einen Handstand, dann sieht die Welt ganz anders aus, oder: ich erfülle einem anderen Menschen einen Herzenswunsch, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

Grundsätzlich habe ich es einfach meinen Konsum gering zu halten bzw. nicht unnötig Geld auszugeben für Dinge die ich nicht brauche - ich hatte bisher nie viel Geld und wenn jemand der es brauchte (selbst oder besonders, wenn ich ihn noch nicht gut kannte [dumm wie ich manchmal war]) mich gefragt hat, habe ich gerne ausgeholfen (200 Euro , 220 Euro... :-P )

Wenn ich etwas brauche, bastel ich es mir meißt selbst - vorgestern habe ich erst mein Regal fertig gestellt, aus Beispiel-Holzplatten^^

Und wenn ich etwas mir nicht leisten kann und darauf verzichten kann, kaufe ich es mir auch nicht (als ich in der Ausbildung war (abgebrochen bzw. verlohren), habe ich mir z.b. kein Bett gekauft, das war teilweise sehr unangenehm, aber es ging...


>> 2. Legt Ihr Wert auf diese immateriellen Eigenschaften, und wenn ja, welche stehen bei Euch besonders hoch im Kurs?

Respekt, Hilfsbereitschaft, Mitgefühl (nicht Mitleid, das hilft keinem), derartiges!


>> 3. Wie (er)lebt Ihr diese Werte in Euch selbst, in Eurem persönlichen Umfeld und in der Gesellschaft (d.h. gegenüber fremden Menschen)?

Grundsätzlich respektiere ich jeden, es sei denn ich werde disrespektierlich behandelt.
Wer mich hintergeht sollte aufpassen...

Ich bin immer hilfsbereit und hasse es, wenn ich z.b. jemanden am Straßenrand stehen sehe und nicht helfen kann, weil ich keine Zeit habe oder so!

Ich helfe selbst Personen die ich nicht kenne und versuche immer ein offenes Ohr zu haben für die die Fragen oder Probleme haben, mit denen sie nicht alleine klarkommen.
Leider bin ich manchmal ein wenig zu aufopfernd und bekomme nichtmal ein Dankeschön von den meißten, wenn ich nicht danach frage (was ich selbstverständlich nicht tue...).


>>4. Spricht Euch mein Text an? Möchtet Ihr gern mehr zu diesem Thema erfahren?

Ja der Text spricht mich an, allerdings sehe ich es eben so, dass dieser materielle Wert eher von Firmen und Angestellten gesehen wird und von (noch) unbekannten - Freunden gegenüber muss man sich nicht durch Markenklamotten beweisen (wenn es wirklich Freunde sind).

Ein super Beispiel habe ich parat: :-D

Mein erstes eigenes Auto - 3er Golf - war das beste Beispiel dafür, dass ich mir recht wenig aus Statisymbolen und materiellem Gut mache:
Wie auch auf meinem Youtube-Konto zu sehen (Ascursol), habe ich den Golf äußerlich und innerlich gänzlich verändert, lackiert und "verschandelt" - ein "Faux pas" (hoffentlich richtig geschrieben) in der heutigen Gesellschaft schlecht hin.
Damit ein Symbol dafür, dass Materie einfach keinen Wert hat - das Auto fuhr und gut war (bis dann Kat von Krümmer abgerissen ist und ich mir regelmäßig eine leichte Co-Vergiftung geholt habe...).

Meine Freunde haben sich regelmäßig über den neuen Lack aufgeregt, kaputt gelacht und beschwert, aber sie sind mir treu geblieben und mit mir gefahren und hatten auch oft Spaß (driften... ;-) )...
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Cassandra

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BeitragThema: Re: Das schwarze Loch in der Seele...   Fr Jul 13, 2012 5:42 pm

Die letzte Antwort liegt zwar schon ein Jahr zurück, da das Thema an sich ja fast schon zeitlos ist (oder sein sollte), hier noch mein Senf dazu.

Mrs.Spirit schrieb:

1. Konsum dient oft dazu, Gefühle zu kompensieren. Wie habt Ihr Euer Verhalten geändert? Was ich damit meine ist nicht: ich nehme ein heißes Bad, oder zünde Räucherstäbchen an, statt Einkaufen zu gehen - sondern eher so ausgefallene Sachen wie: ich mache einen Handstand, dann sieht die Welt ganz anders aus, oder: ich erfülle einem anderen Menschen einen Herzenswunsch, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

Ich denke mal, Konsum ist nicht grundsätzlich etwas schlechtes - es sei denn, man fängt irgenwann an, sich nur noch über Konsumgüter und den eigenen Besitz zu definieren. Ich selbst schlafe immer gerne darüber - meißtens habe ich dann am nächsten Tag eh´ vergessen, was ich kaufen wollte. Auch eine Liste ist nicht schlecht. Da setze ich alles drauf, was ich gerne hätte, mir aber nicht unbedingt sofort kaufen will/ kann. Bleibt ein Ding monatelang unerledigt, war es wohl auch nicht so wichtig.

Ich habe früher gerne anderen eine Freude gemacht. Oft war es nur eine Kleinigkeit, aber ich hielt es für eine nette Idee. Ich wollte auch kein großes Dankeschön dafür; wenn sich die Leute gefreut haben, war ich zufrieden. So, das Problem dabei ist: irgendwie scheinen wir es verlernt zu haben, Freundlichkeit anzunehmen. Liegt es daran, dass wir zu mißtrauisch sind? Oder haben wir Angst, dass jetzt eine Gegenleistung fällig ist?
Mittlerweile bin ich sehr viel vorsichtiger geworden. Es ist kein sehr schönes Gefühl, wenn man jemandem eine Freude machen möchte und dann so Sachen zu hören bekommt wie "das kann ich aber nicht annehmen", "das hättest Du jetzt aber nicht machen sollen" usw. .

Mrs.Spirit schrieb:
2. Legt Ihr Wert auf diese immateriellen Eigenschaften, und wenn ja, welche stehen bei Euch besonders hoch im Kurs?

Für mich am wichtigsten sind drei Dinge, die unbedingt zusammen gehören: 1.) Das Handeln nach dem Motto "leben und leben lassen". Jeder hat das Recht so zu leben, wie er/ sie es für richtig hält - auch dann, wenn diese Art Leben nicht unbedingt meiner Vorstellung entspricht. Ich glaube, unsere Welt wäre ein besserer Ort, wenn sich nicht so viele für das Maß aller Dinge halten würden. (Ich komme aus so einem Elternhaus und weiß also leider, wovon ich rede ...)
2.) Respekt vor der Würde anderer.
3.) Hilfsbereitschaft.


Mrs.Spirit schrieb:
3. Wie (er)lebt Ihr diese Werte in Euch selbst, in Eurem persönlichen Umfeld und in der Gesellschaft (d.h. gegenüber fremden Menschen)?

Das Akzeptieren anderer Menschen und vorallem ihre (oft sehr speziellen) Eigenheiten ist nicht immer einfach. Ich übe das jetzt schon seit Jahren und ich kann sagen, dass es mittlerweile öfter klappt als früher. Allerdings macht man sich damit häufig recht unbeliebt, einfach deshalb, weil es so aussieht, als würde man unfähig sein, eine konkrete Stellung zu beziehen. IdR heißt es ja "bist Du nicht für mich, dann bist Du gegen mich". Aber auch das kann man akzeptieren - man muss nur den Nerv haben konsequent zu bleiben.

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