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 Bakeneko,Nekomata und Co.

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Silas
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BeitragThema: Bakeneko,Nekomata und Co.   Sa Okt 27, 2012 2:57 pm

Bakeneko ( jap. 化け猫 “Monsterkatze“ oder „Katzenmonster“)

Über die Entstehung von Bakenekos gibt es mehrere Theorien.Entweder entwickelt sich eine einfach Hauskatze zu einer Bakeneko wenn sie ein ungewöhnlich hohes Alter (meist dreizehn Jahre) erreicht hat,oder auch über dreizehn Jahre gefüttert wurde, und fettleibig geworden ist.Auch soll eine Monsterkatze entstehen können,wenn eine Katze das Blut ihres gerade getöteten Besitzers aufleckt.In jedem Fall aber wird sie größer als jeder Haushund und mit der Verwandlung auch zauberkräftig.Zu den Fähigkeiten einer Bakeneko gehört unter anderem Gestaltwandlung in menschliche Form,schwarze Magie,sowie Totenbeschwörung oder das Beschwören von Hitodama (Geisterfeuer).

Man sagt Bakeneko nach,dass sie nach ihrer Verwandlung Menschenfleisch als Nahrung bevorzugen.Eine recht bekanntes Beispiel dafür ist die Geschichte eines jungen Mannes Namens Tasaku Genbei,deren schon ältliche Mutter sich irgendwann völlig zurückzieht,nur noch alleine in ihrem Zimmer isst und jegliche Gesellschaft meidet.Zeitgleich verschwand auch die Hauskatze der Famile spurlos.Eines Abends lugt Tasaku durch die Tür,und auf dem Bett hockt eine Bakeneko,in den Kleidern seiner Mutter,und kaut auf Tierkadavern herum.Tasaku zieht sein Schwert und enthauptet das Monster,später fand man die abgenagten Knochen seiner Mutter unter losen Dielenbrettern.

Doch nicht alle Bakeneko sind den Menschen feindlich gesonnen oder böse.Genau so wie es zahlreiche Geschichten über leichenfressende Bakeneko gibt,gibt es auch welche über gutherzige,und hilfsbereite Katzenmonster, wie die über eine Katze die bei einem Tempel lebte,und einen Mann davor warnte sich von einem Baum zu entfernen weil sie wusste,dass kurz darauf ein Blitz einschlagen würde.


Nekomata (猫股 oder 猫又 “Gegabelte Katze“)

Die Nekomata ist der Bakeneko ähnlich,und wird auch oft mit ihr verwechselt – trotz des gegabelten Schweifs.Auch soll sie sich ebenfalls aus einer einfachen Hauskatze entwickeln können,doch es soll auch in den Bergen wild lebende Nekomata geben.Der Glaube an sie ist sowohl im Shintoismus,als auch im Buddhismus vertreten,und recht alt.Schon der Autor Yoshida Kenko (
1283–1350) schrieb über sie.
Wie die Bakeneko wird auch der Nekomata ein starker Bezug zum Tod und Verstorbenen nachgesagt.Sie soll in der Lage sein,Leichen ähnlich wie Marionetten kontrollieren zu können.Anders als die Bakeneko ist sie in der Lage,auf den Hinterbeinen zu laufen,anstatt auf allen Vieren.Früher kürzte man Katzenwelpen den Schweif da man glaubte,dass wenn er sich nicht teilen könne,die Katze auch kein Bakemono werden könnte.Das wurde aber später verboten.


Kasha ( jap. 火車 )
Kasha sind Nekomata und Bakeneko ähnlich,sollen aber noch bösartiger sein.Sie sind praktisch das Gegenstück zu der winkenden Maneki-Neko (Glückskatze).Auch hier besteht wieder Verwechslungsgefahr,denn auch Kasha pflegen gern Menschenfleisch zu fressen.So sind Kasha dafür bekannt,Leichname zu stehlen,bevor sie bestattet werden können.Man nennt sie auch (Oneko = „Feurige Riesenkatze“) und manchen sagt man nach,in feurigen Kutschen die Erde zu bereisen und die Seelen verdammter in die Hölle zu befördern.


Nekogami ( jap. 猫神; zu dt. „Katzengott“)

Während der Edo-Zeit wurden Katzen erstmals zu Göttern erhoben,da sie die Nahrungsvorräte der Menschen und auch die Seidenraupenzucht vor Ratten und Mäusen beschützten.Dazu gehören aber wohlbemerkt nicht die Nekomata,Kasha und Bakeneko,auch nicht die Maneki-neko.Heutzutage werden Katzengötter verehrt und mit Opfergaben wohlgestimmt,damit sie über die Katzen im Diesseits und Jenseits wachen,Hauskatzen vor Krankheiten bewahren,und ihnen ein langes Leben schenken.

Die meisten Schreine der Katzenverehrung gibt es in der heutigen Präfektur Miyagi.Allein zehn Shinto-Schreine gibt es dort.Das lässt sich damit erklären,dass dort während der Edo-Zeit viele Seidenraupen gezüchtet wurden,deren natürliche Feinde die Ratten waren,die wiederum von den Katzen gefressen wurden.Um ihren Dank zu zeigen,errichteten die Bauern damals besagte Schreine.

Quellen : Wikipedia und The Obakemono Project
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